Die Väter der „Werdenfelser“: Diese Männer legen 1887 den Grundstein für den Volkstrachtenverein, um Brauchtum und Kleidung vor fremdem Einfluss zu bewahren. Als erster Vorsitzender fungiert Anton Obermaier (l.). Foto: fkn/Repro: Munz

"Die Werdenfelser" feiern 125-Jähriges

Garmisch-Partenkirchen - Der älteste Volkstrachtenverein im Oberland feiert Jubiläum: "Die Werdenfelser" aus Partenkirchen. Gegründet wurde der Verein 1887 eigentlich zum Schutz...

Etwas ungewöhnlich erscheint es schon, ein Jubiläum jetzt im Winter zu begehen. Eigentlich finden solche Feste ja eher bei wärmeren Temperaturen statt. Aber „Die Werdenfelser“ haben einen guten Grund: Exakt am 15. Januar vor 125 Jahren wurde der Grundstein für den Verein gelegt. „Da hatten sich an jenem Tag im Hotel Post an der Ludwigsstraße Bauern, Flößer, Forstleute, Handwerker und Geschäftsmänner zusammengefunden“, erinnert Ehrenvorstand und Chronist Elmar Behrendt an die Anfänge.

Dieses Treffen hatte einen edlen Sinn: Mit der Vereinsgründung sollten fremde Einflüsse bei der Kleidung und dem Brauchtum begegnet werden.

Bereits 1891 zählten „Die Werdenfelser“ 292 Mitglieder, ehe im gleichen Jahr die Neugründung des Brudervereins „Werdenfelser Heimat“ einen Rückschlag für die erst vier Jahre bestehende Vereinigung bedeutete. Beide Gruppen entwickelten sich in den folgenden Jahrzehnten zu ansehnlichen Gemeinschaften. „Man hat sich durchaus gegenseitig geachtet und zusammengearbeitet“, betont Vorsitzender Siegi Buchhauer. Er blickt gern auf das 100. Gründungsfest zurück, das verbunden mit dem 42. Gaufest der Oberländer Treuhandvereinigung 1987 gefeiert wurde. „Sicherlich der absolute Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte, als wir in Verbindung mit der ,Heimat‘ so viele Trachtler im Festzelt begrüßen durften.“

Aber es gab noch weitere Fest-Anlässe: Die Fahnenweihe 1930 ebenso wie die Renovierung dieses Vereinssymbols 2006. Schließlich steht die Pflege der Geselligkeit neben der Bewahrung des Brauchtums bei den derzeit rund 100 Mitgliedern im Vordergrund. „Für Großveranstaltungen sind wir aber mittlerweile zu klein, das geht nicht mehr“, fügt Buchhauer hinzu.

Er bereitet derzeit zusammen mit dem Vereinsausschuss das Jubiläum vor. Dass es ein schöner Festabend wird, davon ist der Chef überzeugt. Dafür spricht schon die Gästeliste: Zusammen mit der politischen Prominenz, geladenen Abordnungen vieler Vereine sowie Vertretern der Oberländer Trachtenvereinigung wollen die Mitglieder in geselliger Runde auf 125 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.

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