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Die Diesel-Affäre hat auch für Bürger im Landkreis Auswirkungen. 

Aufforderung zum Umrüsten: En Bürger weigert sich standhaft

Dieselgate im Landkreis: 15 Autos drohte Stilllegung

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  • Michael Stürzer
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15 Eigentümer von Fahrzeugen aus dem Bereich des VW-Konzerns hatten Post bekommen – ihnen drohte die Stilllegung ihrer Autos. Sie wollten ihren Pkw nicht umrüsten lassen.

Landkreis– Die Bescheide waren vorbereitet: Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen wollte Fahrzeuge mit bestimmten Motoren aus dem VW-Konzern stilllegen, weil die Eigentümer der Aufforderung zum Umrüsten nicht nachgekommen waren. Betroffen sind die Marken VW, Seat, Audi und Skoda, die mit dem EA189-Motor ausgestattet sind – einem Dieselmotor mit Schummelsoftware.

Zunächst hatte der Hersteller die Fahrzeuge zur Umrüstung in die Werkstätten gerufen. Folgte ein Autobesitzer dem nicht, gingen die Daten über das Kraftfahrtbundesamt an die Zulassungsstelle nach Farchant. Die meisten Halter waren weder vergesslich noch nachlässig, sondern wollten ihr Fahrzeug wegen Klagen gegen VW als Beweisstück erhalten. Die Zulassungsstelle schrieb die Betroffenen an und gab ihnen die Möglichkeit zur Stellungnahme. In vielen Fällen kam das Argument des zivilrechtlichen Verfahrens gegen den Hersteller. „Das wird nicht akzeptiert“, sagt Stephan Scharf, Sprecher des Landratsamts. Die Behörde habe keine Wahl: Die Fahrzeuge verlieren die Betriebserlaubnis. Gehen die entsprechenden Bescheide beim Fahrzeughalter ein, muss er den Wagen stehenlassen. Eine Fahrt ist noch zulässig: Zur Zulassungsstelle, um das Auto stillzulegen. Kommt ein Halter auch dem nicht nach, folgen erst ein Zwangsgeld und dann ein Besuch der Polizei, um den Pkw zu entstempeln.

Klage hat aufschiebende Wirkung

So weit ist es aber noch lange nicht, denn: Gegen den Bescheid des Landratsamtes können die Halter klagen, und diese Klage hat aufschiebende Wirkung. Dann kann er das Auto auch weiter benutzen, bis Verwaltungsgericht oder Verwaltungsgerichtshof entschieden haben. Von den 15 im Landkreis angeschriebenen Haltern haben sich 14 besonnen und bei ihrem Wagen doch noch die neue Software aufspielen lassen. „Nur einer ist der Aufforderung nicht nachgekommen“, sagt Scharf.

Wie viele Fahrzeuge im Landkreis mit dem EA189 ausgestattet sind, ist im Detail nicht bekannt. Frühere Schätzungen gingen von mehreren Hundert aus. Der VW-Konzern selbst konnte auf Anfrage keine exakten Zahlen nennen – es wird dort nicht nach Kreisen gerechnet. In Deutschland seien etwa 2,25 Millionen Fahrzeuge betroffen, sagte ein Sprecher, von denen bisher 97 Prozent umgerüstet worden seien. Demnach wären es rund 67 000 bundesweit nicht und damit von einer Stilllegung bedroht. 

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Kommentare

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Bella_DonnaAntwort
(0)(0)

Schauer ? Ich wollte, es wäre so. Hier ist eine Affenhitze !

bd
(1)(0)

Danke den Herren Dobrindt und Schauer, dass Sie sich im Dieselskandal so für die Geschädigten einsetzen und nicht die Interessen der Autoindustrie verfolgen !