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Auf dem Prüfstand: die Volksschule Krün.

Wallgau und Krün denken an Zukunft

Kindergarten und Schulen auf dem Prüfstand

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Krün/Wallgau - Die Geburtenzahlen in Krün und Wallgau schwanken, doch der rückläufige Trend bleibt. Die Leidtragenden sind die Schulen und Kindergärten. 

Sie haben einen langen Weg eingeschlagen. Noch dazu einen, der Anstrengung erfordert. Es ist aber kein Wettlauf, bei dem sich Krün und Wallgau duellieren. Sie wollen das Ziel gemeinsam erreichen. Denn beide stehen gleichermaßen vor derselben Situation: Die Geburtenzahlen sinken. Das bekommen die Schulen und Kindergärten zu spüren. Bei einer Besprechung mit Eltern-, Landrats- und Schulamts-Vertretern sowie den Leiterinnen der Einrichtungen einigte man sich nun auf eine gemeinsame Lösung, wie man auf den demografischen Wandel reagiert: Es wird eine Art Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

„Wir brauchen Grunddaten“, sagt Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU). Viele offene Fragen müssen geklärt werden. Zum Beispiel die benötigte Größe „eines“ Kindergartens für beide Orte, die Wirkung einer Krippe an einem Standort und die Höhe der Investitionen. „Man muss alle Szenarien durchplanen“, betont Wallgaus Oberhaupt Hansjörg Zahler (CSU).

Es ist nur ein Anfang – mit unverbindlichem Ergebnis. Doch schon der Startschuss bringt eine Hürde mit sich. Denn die Gemeinden müssen jemanden für die Bestandsanalyse finden, der alle drei Aspekte, also Kindergärten, Schulen und das Architektonische, in einer Untersuchung behandelt. Schwarzenberger denkt bereits an die Zusammenarbeit mit einer Hochschule. Falls sich die „eierlegende Wollmichsau“ nicht findet, zieht er in Betracht, mehrere Büros zu engagieren, die ihre Ergebnisse schließlich bündeln.

Keine einfache Aufgabe, der sich die zwei Gemeinden stellen. Aber jede Schweißperle lohnt sich dafür, die Orte in Sachen Bildung und Betreuung für die Zukunft aufzustellen. Daran hegte bei der Besprechung niemand Zweifel. Obwohl es ein heikes Thema ist, wenn man unter Umständen die Selbstständigkeit einer Kommune ein Stück weit beschneidet. „Wir werden über den einen oder anderen Schatten springen müssen“, kündigt Schwarzenberger an. Sowohl Krün als auch Wallgau. Im Mittelpunkt steht ihm zufolge das gemeinsame Ziel: die Verbesserung der Situation.

Wie diese aussieht, bleibt noch offen. Doch von einer Änderung zeigte sich die Mehrheit nicht abgeneigt: von der Verschmelzung der zwei Schulen. Das bevorzugte Modell des Schulamtes, wie Zahler bei dem Treffen feststellte. Auch Schwarzenberger ist bei dieser Variante nicht abgeneigt. Aber die Rahmenbedingungen, die durch die Untersuchung nun ermittelt werden, müssen stimmen. Von der Höhe der notwendigen Investitionen ganz abgesehen. „Das ist eine Kostenfrage“, betont Zahler und bekommt Zuspruch von seinem Kollegen. „Das Geld wird den Ausschlag geben.“ Beide loten nun im Rahmen der Dorferneuerung Möglichkeiten auf Förderung aus. Doch für Bildung und Betreuung die Gemeinde-Kasse zu belasten, davor ziert sich Schwarzenberger nicht. „Wenn das nicht das Geld wert ist, was dann?“

Es geht darum, langfristig zu denken, positive Weichen zu stellen. Das erwarten auch die Eltern. Deshalb packt er das Problem lieber heute als morgen an. Denn Krüns Chef ist sich sicher: Wenn sich die Entwicklungen fortsetzen wie bisher, „wird uns die Zeit zwingen“, zu handeln.

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