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Premiere als Co-Moderatorin: Beim Star-Biathlon im Februar 2014 interviewt Magdalena Neuner gemeinsam mit ARD-Sportexperten Matthias Opdenhövel (l.) illustre Gäste wie Schauspieler Patrick Bach.

Biathlon-Star als Co-Moderatorin

Magdalena Neuner zurück im Rampenlicht

Wallgau/Östersund - Dreieinhalb Jahre sind seit ihrem Karriere-Ende vergangen. Nun kehrt Biathlon-Star Magdalena Neuner ins Licht der Öffentlichkeit zurück - als ARD-TV-Expertin.

Sportliche Kompetenz und bayerischer Charme – mit diesen Eigenschaften will Magdalena Neuner (28) vor einem Millionen-Publikum punkten. „Ich bin super gespannt, aber auch ein bisserl aufgeregt“, gesteht die Biathlon-Doppel-Olympiasiegerin unmittelbar vor ihrer TV-Premiere am Sonntag in Östersund.

In Schweden also gibt die Wallgauer Ehrenbürgerin knapp vier Jahre nach ihrem Karriereende an der Seite des smarten Medien-Profis Michael Antwerpes (52) im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ihr Comeback vor der Kamera. Als die Anfrage kam, musste Neuner nicht lange überlegen. „Es ist schön von der ARD, zwei Mamas zu engagieren.“ Denn neben der sympathischen Wallgauerin, die im Mai 2014 Töchterchen Verena Anna zur Welt brachte, nimmt auch ihre ehemalige Team-Kollegin und zweifache Mutter Kati Wilhelm (39) für das Erste Programm das Mikrofon in die Hand.

So richtig ernst wird es für „Gold-Magdalena“ am heutigen Freitag. Dann fliegt sie mit dem ARD-Tross Richtung Skandinavien. Am Samstag folgt die Moderatoren-Generalprobe mit den TV-Profis. „Ich spring’ da regelrecht ins kalte Wasser“, verdeutlicht Neuner, die sich ein wenig amüsiert zeigt, wenn Medien nun von einem Einstieg ins Fernsehgeschäft sprechen.

Denn im Grunde seien es ja nur drei Engagements in einer mehrmonatigen Biathlon-Saison. Nach dem Sonntags-Rennen in Östersund geht’s für sie am 28. Dezember nach Gelsenkirchen in die Arena „Auf Schalke“ und im Februar nach Amerika – das war’s. „Das war auch der Grund, warum ich zugesagt habe“, betont die Wallgauerin. „Denn den ganzen Winter möchte ich nicht dabei sein.“ Die paar Tage Trennung von der kleinen Verena sind eh schon genug, meint die stolze Mama. „Da bin ich diejenige, die am meisten darunter leidet.“

Nun aber hat die Konzentrationsphase für Östersund begonnen. Wie schon als aktive Weltklasse-Athletin will sich Neuner akribisch auf die Rolle am Mikro vorbereiten. „Da bin ich froh, wenn ich auch Kritik kriege.“ Denn nur so werde man besser – ob in der Loipe, am Schießstand oder jetzt als Biathlon-Expertin live vor laufender Kamera. Einen Streckentest mit ihr wird’s zumindest in Schweden nicht geben. „Kann sein, dass ich auf Schalke mit der Kamera unterwegs bin.“

Nach Februar 2014, als sie gemeinsam mit ARD-Frontmann Matthias Opdenhövel (45) prominente Ski-Amateure beim Star-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen interviewte, kehrt Magdalena Neuner knapp zwei Jahre später zurück ins Scheinwerfer-Licht. Damit, glaubt sie, erfüllt sie vor allem den Wunsch einer Klientel: ihrer Fans. Die hätten immer wieder mal gefragt, wann sie ihr Comeback in der Biathlon-Szene gibt. Jetzt also ist es soweit. „Ich freu’ mich unheimlich darauf“ – trotz leichten Kribbelns. Aber irgendwie ist halt auch ein Schuss Neugier dabei.

Besonders fiebert sie dem Wiedersehen mit dem deutschem Team entgegen. „Ich würde gerne zu dieser Mannschaft gehören“, macht Neuner ihren Nachfolgerinnen ein ganz besonderes Kompliment. Denn es verfügt mit Franziska Preuß oder Laura Dahlmeier über „Typen, die nett, sympathisch, aber auch individuell sind“.

Doch hat Neuner mit ihrer Moderatoren-Premiere ihre Trainer-Ambitionen begraben? Irgendwann wolle sie schon einsteigen. „Aber momentan ist das undenkbar, der Tag hat nämlich nur 24 Stunden.“

csc

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