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Im Herzen Bichls haben deren Bürger den Dorfplatz geschaffen. Dort kamen nun die Trachtler während des Loisachgau-Festes zum Gottesdienst unter freiem Himmel zusammen. Foto: m. Kriner

Dorferneuerung: Bichl gibt Wallgau Starthilfe

Wallgau - In Sachen Dorfplatz soll endlich gehandelt werden. Das war die Quintessenz einer erweiterten Gemeinderatssitzung. Offen wurde der Kauf des „Kirchenböbl“ durch die Kommune gefordert.

Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit Hilfe des bayernweiten Dorferneuerungs-Programms will er seinen Ort zukunftsfähig machen, vor allem aber endlich die Causa Dorfplatz-Umgestaltung vom Tisch bringen.

Viele Wallgauer haben das ewige Hin und Her mit der Raiffeisenbank satt. „Warum wird da nicht Druck aufgebaut?“, fragt der ehemalige Vorstand der Mittenwalder Karwendelbahn, Alois Fichtl, der neben 13 weiteren Gemeindebürgern in der Projektgruppe „Dorferneuerung“ mitarbeitet. Seine Forderung: „Kaufen, dass was vorwärts geht.“ Damit zielte der Ex-Geschäftsführer am Dienstagabend während einer erweiterten Gemeinderatssitzung auf den Erwerb des „Kirchenböbl“ ab. Jene über 100 Jahre alte, offenbar nicht vermarktbare Immobilie der Raiffeisenbank.

Vor zwei Monaten ging die Projektgruppe um Fichtl im Kloster Thierhaupten in puncto Dorferneuerung in zweitägige Klausur. Nach der Inspiration im Schwäbischen holte sich Bürgermeister Zahler Verstärkung aus Bichl. Dort wurde im Zuge der Ortsumfahrung das Dorf seit 2000 ordentlich umgekrempelt. So berichtete Zweiter Bürgermeister Markus Geissler, dass mit Hilfe des Amtes für ländliche Entwicklung und 50-prozentiger bayerischer Bezuschussung über das Dorferneuerungs-Programm einiges verbessert worden sei. Dabei tun sich Parallelen zu Wallgau auf. Zunächst erwarben die Bichler ein marodes Wirtshaus („Grüner Hut“) und rissen es nach eingehender Diskussion ab. Das war die Basis für die Schaffung eines schmucken, zentralen Platzes. Das Kriegerdenkmal wurde ebenfalls saniert, worüber sich auch die Wallgauer unterhalten. Mit knapp 1,5 Millionen Euro haben in Bichl alle Arbeiten zu Buche geschlagen.

Was bei den einen der „Grüne Hut“, ist bei den anderen der „Kirchenböbl“. Der müsse her, so der klare Auftrag des erweiterten Gemeinderats an den Bürgermeister. „Aber die preislichen Vorstellungen liegen weit auseinander“, berichtete Zahler von einem Treffen mit Raiffeisenbank-Chef Peter Reindl. Dieser widersprach gegenüber dem Tagblatt dem Vorwurf, sein Haus würde durch ihre Immobilienpolitik die herbeigesehnte Ortsverschönerung verschleppen. „Den Schuh ziehen wir uns nicht an.“

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