Der Wallgauer Dorfplatz: Seine Umgestaltung zieht sich schon seit Jahren hin und ist in der kleinen Isartalgemeinde zu einem echten Politikum geworden. Foto: tomaschek

Dorferneuerung: Verstaubtes Konzept aus der Schublade geholt

Wallgau - Das Projekt wurde 2009 angestoßen und ist kurz darauf wieder eingeschlafen: die Dorferneuerung. Nun soll es in Wallgau reanimiert werden.

Der Dorfplatz ist das Herzstück Wallgaus. Dort, wo Magdalena Neuners triumphalen Empfänge steigen, pulsiert das Leben. Doch das Erscheinungsbild dieses zentralen Ensembles könnte schöner sein - das meint zumindest der Gemeinderat. Vor allem das schmucklose Anwesen „Kirchenböbl“, das der Raiffeisenbank gehört, ist den Lokalpolitikern schon lange ein Dorn im Auge.

Passiert ist am Dorfplatz trotzdem herzlich wenig, um nicht zu sagen, gar nichts - weder in der Amtszeit von Bürgermeister Rudolf Hirtreiter (1990 bis 2002), noch der von Georg Jennewein (2002 bis 2008) oder seines Nachfolgers Hansjörg Zahler (seit 2008). Dabei rief gerade dieser 2010 zum Jahr der Dorferneuerung aus.

Nun aber will die Gemeinde das Politikum „Dorfplatz“ zum wiederholten Mal auf die Agenda setzen. So wird das inzwischen verstaubte Dorferneuerungs-Programm wieder aus der Schublade geholt. „Ziel ist einerseits, an günstige Fördermittel zu kommen, andererseits wollen wir aber auch die Gelegenheit nutzen, für die Entwicklung unseres Dorfes einen roten Faden zu erarbeiten“, formulierte Zahler der Öffentlichkeit seine Absichten in einem Schreiben. Das war im Dezember 2009. Warum seitdem das Ganze eingeschlafen ist, darüber kann auch Josef Holzmann nur spekulieren. Als Abteilungsleiter im Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) kümmert er sich um die Dorferneuerung. Derzeit machen bayernweit 940 Kommunen bei diesem Förderprogramm des Freistaats mit.

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