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Endlich geht’s weiter: Bürgermeister Hansjörg Zahler und Projektbegleiterin Luciana Pavoni freuen sich, dass die „Hölle“, der Gehweg zur Wallgauer Sonnleiten, im November fertiggestellt werden soll.

Dorferneuerung in "kleinen Schritten"

Wallgauer Hölle wurde zur Hölle

Wallgau - Fast 14 Monate hat's gedauert, bis der Gehweg zur Wallgauer Sonnleiten – bei Einheimischen „Hölle“ genannt – im November fertiggestellt wird. Bis dahin lagen viele Steine im Weg.

„Da braucht man einen langen Atem.“ Anders kann es die Projektbegleiterin der Wallgauer Dorferneuerung, Luciana Pavoni, nicht beschreiben. Die Strecke hinauf zur Sonnleiten, der sogenannten Hölle, kostete Unmengen an Nerven. Seit mehr als einem Jahr darf der Fußweg nur auf eigene Gefahr betreten werden. Jetzt „im Laufe des Novembers“ sollen endlich die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Derweil begannen sie bereits im September 2015. Manche Wallgauer sind nun skeptisch und fragen sich: Was ist passiert in der Zwischenzeit, dass die Sanierung eines nicht mal 180 Meter langen Fußwegs mehr als 14 Monate beansprucht?

„Die Ausführung mit den beteiligten Fachleuten gestaltete sich als sehr schwierig“, räumt Pavoni ein. Gemeinsam mit Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) begutachtete sie am Mittwoch die Dauer-Baustelle. „Los ging es mit der Entdeckung von Zauneidechsen“, erzählt die Expertin vom zuständigen Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Diese Reptilien stehen unter sehr strengem Naturschutz und finden sich daher auf der Roten Liste für gefährdete Arten. „Es mussten zuerst Lösungen für die Auflagen dieses Sonderfalls gefunden werden.“ Das wiederum führte „zu einer Verzögerung der Planungszeit“.

Als dies erledigt war, hatte plötzlich die Stützmauer ihre Tücken. „Die Steine sollten eigentlich die gleichen sein, wie bei der bestehenden Mauer.“ Allerdings ließ sich darauf das geplante Geländer nicht befestigen. Selbst nach mehrfachen Ausschreibungen konnte vorerst keine Handwerksfirma gefunden werden, die sich der heiklen Baustelle annahm. Erst nach längerem Suchen erklärte sich ein einheimischer Betrieb bereit, die obere Kante der Steine abzuflexen und grob einzuebnen. Auf der gesamten Länge wurde eine Unterkonstruktion aus Stahl befestigt, auf der nun im November das Holzgeländer angebracht wird.

Doch nicht nur das: Bei der bisherigen Konstruktion schwemmte bei schlechtem Wetter der Regen die Steine aus. „Wir beauftragten daraufhin einen Gutachter“, sagt Pavoni. Er gab grünes Licht, die Mauer „hält den Witterungen stand“. Dennoch soll dieses Manko ebenfalls behoben werden, in dem die Lücke zwischen dem Stahlwinkel und der asphaltierten Fläche ausgefüllt wird.

Mit der Hölle wird somit eines der Projekte im Rahmen der Dorferneuerung in Kürze abgeschlossen sein. Für Pavoni ein wichtiges Signal: Denn das, was der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft in der Dorferneuerung an ehrenamtlicher Arbeit für die Entwicklung Wallgaus seit 2013 leistete, sei „für viele noch nicht sichtbar“.

Josef Hornsteiner

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