Dorferneuerung: Weniger Geld für Wallgau

Wallgau - In der Vorstandssitzung der Wallgauer Dorferneuerung wurde entschieden: Es wird sich Hilfe geholt. Doch es herrscht Unmut wegen der Zuschüsse.

Die Wogen sind wieder geglättet bei den Wallgauer Dorferneuerern. Nachdem vergangenes Jahr gleich fünf Mitglieder „mangelnde Kommunikation“ anprangerten und das Handtuch warfen, geht es nun wieder ans Eingemachte, um Wallgau fit für die Zukunft zu machen. Davon sind Projektbegleiterin Luciana Pavoni und Bürgermeister Hansjörg Zahler überzeugt. Um den Dorfplatz rund um den „Kirchenböbl“ wieder zu beleben, soll künftig Wilfried Weisenberger von der Fürther Firma „Standort Kommune“ der Gemeinde tatkräftig unter die Arme greifen. Rund 37.400 Euro wird die Hilfe jährlich kosten, zehn Stunden pro Monat wird er sich in Wallgau aufhalten. „Eine Menge Holz, aber im Verhältnis ist der Preis sehr angemessen“, versichert Pavoni. Denn um „das Projekt fundiert aufzubauen, brauchen wir regelmäßige Unterstützung“. Einhellig stimmte der Vorstand dieser Auftragsvergabe zu.

Zudem wurde in der Sitzung beschlossen, die beiden Verbindungswege zwischen dem Dorfplatz zur Sonnleiten sowie zwischen Wetterstein- und Mittenwalderstraße zu sanieren. Eine Ohlstädter Firma wird diese Arbeit für rund 108.000 Euro übernehmen. Dr. Hans Neuner gab allerdings zu bedenken, dass das „ursprüngliche Konzept Kirchenböbl und die Belebung des Dorfplatzes“ nicht aus den Augen verloren werden darf. „Denn wir sind weit davon abgekommen“, argumentiert er in Hinblick auf die Baumaßnahmen außerhalb des Wallgauer Dorfplatzes. Doch Bürgermeister Hansjörg Zahler weiß, dass eine Dorferneuerung nur funktioniert, wenn „im ganzen Ort angepackt“ wird.

Denn Zahler schlug vor, auch bei den Instandsetzungsarbeiten an der Risserstraße kreativ zu werden. So könnten laut ihm im Zuge dieser Arbeiten „neue Parkplätze samt einem Ruhebereich“ entstehen. Denn hierfür könnten ebenso Fördergelder locker gemacht werden. Allerdings nicht mehr so viel „wie vor dem G7-Gipfel“, wie Pavoni erklärt. Letztes Jahr noch konnte für jedes Projekt in Sachen „Dorferneuerung“ ein Zuschuss von 60 Prozent abgestaubt werden. Jetzt, nach dem Gipfeltreffen im Juni, liegt der Satz „nur noch bei 50 Prozent“.

Mit dieser Zuschusshöhe sind Wallgau und Nachbar Krün das Schlusslicht im Landkreis. „Dem muss auf jeden Fall nachgegangen werden, warum der zugesagte Zuschuss gefallen ist“, so ein irritierter Bürgermeister.

(joho)

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