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Freuen sich auf den künftigen Dorfladen, der im Rohbau bereits fertig ist: (v.l.) Arbeitskreis-Leiterin Bettina Lang, Gesellschafterin Christine Bachmann und Bürgermeister Hubert Mangold.

Neuer Dorfladen in Grafenaschau 

Sozialer Treffpunkt in der Ortsmitte 

Der Rohbau steht, das Dach ist drauf. Schritt für Schritt geht die Verwirklichung des künftigen Grafenaschauer Dorfladens voran. Für Bürgermeister Hubert Mangold (parteifrei) ist es eines der ehrgeizigsten Projekte seiner Amtszeit. Im Juli soll Eröffnung gefeiert werden.

Grafenaschau –  Das Gebäude wird neben einem 180 Quadratmeter großen Ladengeschäft auch ein Tourismuszentrum und eine Wohnung beherbergen (wir berichteten). Mit rund einer Million Euro schlägt das Gebäude zu Buche, mit weiteren 100 000 Euro die Ladeneinrichtung. Ohne das europäische „Leader“-Förderprogramm, durch das ein Zuschuss von 182 000 Euro fließt, wäre die Verwirklichung des Projektes in dieser Form nicht möglich gewesen.

Der Rathauschef gibt sich zuversichtlich: „Wir lassen das Haus gegenwärtig austrocknen. In der dritten Januarwoche kommen dann die Fenster. Und noch im Januar beginnt die Rohinstallation für Heizung und Elektrik.“

Wenn es nach Mangold geht, soll im März der Innen- und Außenputz aufgebracht werden. Später kommen Maler, Schreiner und Fliesenleger zum Zug.

Für Juli ist die Eröffnung des Dorfladens geplant. Die Planungen im Hinblick auf den kaufmännischen Bereich, die Einrichtung und das Sortiment sind bereits gut vorangeschritten. Inzwischen sind zwei der ursprünglich drei Arbeitskreise zusammengelegt worden, um Informationsverluste zu vermeiden. „Wir haben gemerkt, dass sich die Themen teilweise überschnitten haben“, sagt deren Leiterin Bettina Lang. Den finanziellen Grundstock des Projekts bilden derzeit sechs Gesellschafter und 47 stille Teilhaber, die bisher in das Vorhaben 47 250 Euro eingebracht haben. „60 000 bis 65 000 Euro wären wünschenswert, 100 000 das große Ziel“, erklärt die Grafenaschauerin. „Bis zur Eröffnung können noch Anteile gezeichnet werden, die für jeweils 250 Euro erworben werden können. Gerne natürlich auch zwei oder mehr.“

Wie Lang weiter erklärt, wird ein Jahresumsatz von mindestens 420 000 Euro benötigt, um in die Gewinnzone zu gelangen. Wie bei jedem Ladengeschäft oder Unternehmen werden auch in Grafenaschau die Personalkosten das Zünglein an der Waage darstellen. „Anfangs müssen wir mit einer knappen Personaldecke über die Runden kommen. Wir brauchen einen Geschäftsführer in Vollzeit, zwei Halbtagsangestellte und eine Aushilfe“, rechnet Lang vor. „Der Geschäftsführer muss organisieren und schauen, dass der Laden läuft.“

Bereits im Januar werde man auf die Suche nach geeigneten Kräften gehen. Über das Sortiment macht sich indessen Gesellschafterin Christine Bachmann Gedanken: „Wir werden einen besonderen Schwerpunkt auf regionale Erzeugnisse legen, aber man kann nicht nur eine Klientel bedienen.“

Die Öffnungszeiten stünden bereits fest: „Wochentags von 7 bis 18 Uhr, samstags von 7 bis 13 Uhr“, sagt Bachmann. „Mittags ist durchgehend auf, damit sich auch Berufstätige dort etwas holen können.“

Der Laden werde nicht nur eine Heißtheke und eine Sitzecke bekommen, kündigt Mangold an, sondern auch eine Terrasse im Außenbereich. „Da können sich die Besucher in Ruhe zusammensetzen und sich unterhalten.“ Denn das Geschäft sei nicht nur zum Einkaufen gedacht, sondern auch als sozialer Treff und künftiger Dorfmittelpunkt.

Heino Herpen 

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