Drei Pfarrgemeinden vor dem Umbruch

Garmisch-Partenkirchen/Grainau - Der 1. September 2012 hat es in sich: Pater Ferdinand Thome verlässt Grainau, Pfarrer Martin Karras St. Martin in Garmisch und die Gemeinden werden zusammengelegt. Keine einfache Situation...

Allein die Zusammenlegung bedeutet immer Veränderungen, häufig auch Einschnitte. Denn statt drei hauptamtlichen Geistlichen kümmern sich dann nur noch zwei um die Gemeindemitglieder. Obwohl es „durch Grainau 2500 Gläubige mehr werden“, rechnet Karras vor. Er leitet derzeit den Pfarrverband Garmisch-Burgrain. Thomes Stelle wird nicht nachbesetzt. Karras sollte sich eigentlich zusammen mit Pfarrvikar Francis Pazhoora um die Gläubigen kümmern. „Da kann nicht alles bleiben, wie es ist“, weiß Karras. Es müsse ein „Umdenkprozess“ geben.

Ob dies gelingt, wird Karras nicht mehr hautnah miterleben. Er verlässt wie berichtet Garmisch-Partenkirchen in Richtung Hildesheim. Nun muss sich ein neuer Pfarrverbandsleiter nicht nur an ein neues Umfeld gewöhnen, sondern vom ersten Arbeitstag an die Aufgaben meistern, die diese Zusammenlegung mit sich bringt. Wer dieses Amt übernimmt, ist momentan noch unklar. Auch deswegen empfindet Thome die Situation als schwierig: „Man weiß nicht, mit wem man sprechen soll, und worauf sich die Gemeinde einzustellen hat.“

Er sieht in dem Personalwechsel aber durchaus auch eine Chance: „Für die einzelnen Teile des Pfarrverbands erscheint mir die Situation sehr günstig.“ Schließlich sei ein fremder Seelsorger in keiner der drei Gemeinden verwurzelt.

Er glaubt, dass es von großer Bedeutung ist, trotz neuer Amtsinhaber in jeder Gemeinde Ansprechpartner zu schaffen, denen die Gläubigen vertrauen. „Seelsorge ist schließlich Menschensorge."

Janine Tokarski

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