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Ein Beutel voller Marihuana.

Anklage wegen Handel mit Betäubungsmitteln 

Drogenhandel im großen Stil 

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Garmisch-Partenkirchen - Sie haben Drogen in großen Mengen vertickt: Jetzt hat der Prozess gegen fünf junge Menschen begonnen.  Die Verhandlung dauert an.

Es waren üppige Mengen an Rauschgift, die in den letzten Jahren durch fünf junge Leute aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau unter die Leute kamen. Allen voran ein Garmisch-Partenkirchner (24), der sich kiloweise Haschisch, Marihuana und Amphetamin zum Weiterverkauf besorgt haben soll, sowie ein Wielenbacher (21), der ebenfalls im großen Stil gehandelt haben soll. Beide sitzen schon seit gut über einem Jahr in Untersuchungshaft. Am Freitag begann vor dem Landgericht München II ihr Prozess wegen Drogenhandels.

Mit auf der Anklagebank sitzen ein 25-Jähriger und eine 23-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen sowie ein Grainauer (22). Sie müssen sich ebenfalls wegen Handels mit Betäubungsmitteln verantworten, sind aber auf freiem Fuß. Wie es heißt, werden wohl alle Angeklagten weitgehend gestehen.

Am ersten Prozesstag ging das Landgericht aber erst einmal die Lebensläufe durch. Der 24-jährige wollte nichts sagen, sondern erst das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen abwarten und danach Fragen beantworten. „Er ist nicht so redegewandt“, sagte sein Verteidiger. Der fünffach vorbestrafte Wielenbacher gab dagegen Auskunft. „Jetzt hat es Klick gemacht“, versicherte er der Vorsitzenden Richterin. Als er ins Gefängnis München-Stadelheim eingeliefert wurde, sei er sofort zur Suchtberatung gegangen und habe nun einen Therapieplatz bekommen.

Die größten Einzelmengen an Rauschgift wurden Anfang 2015 umgeschlagen. Laut Anklage fuhren die beiden Männer am 5. oder 6. Januar 2015 nach Essen und kauften dort ein. Der 24-Jährige erwarb fünf Kilo Haschisch, mindestens 700 Gramm Haze (Cannabis) und mindestens ein halbes Kilo Marihuana. Der 21-Jährige kaufte ein Kilo Haschisch, 100 Gramm Haze und 100 Gramm Marihuana. 700 Gramm des Haschischs versteckte er zunächst in einem ausgehöhlten Baumstumpf in einem Wald bei Haunshofen. Die Kripo Weilheim fuhr mit ihm eigens noch einmal aus der Haft in den Wald, um die Drogen zu holen. Allerdings waren sie nicht mehr zu finden.

Am 31. Januar fuhr der 24-Jährige erneut mit einer Frau nach Essen, wo er satte vier Kilo Amphetamin und 1,5 Kilo Marihuana erwarb. Die Drogen verkaufte er einige Tage später weiter, davon allein 556 Gramm Marihuana für 3500 Euro auf Kommission an den Wielenbacher. Diesen hielt die Kripo gleich nach dem Geschäft auf und fand die Drogen bei ihm. Schon eine Stunde später durchsuchten die Ermittler das Elternhaus des Garmisch-Partenkirchners, wo sie noch mehr als ein Kilo Marihuana und ein Kilo Amphetamin fanden. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

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