Vom Regen nicht entmutigt: Die Gläubigen folgen Regionalbischof Wolfgang Bischof an den Hängen rund um die Kirche St. Anton. foto: sehr

Durch den Heiligen Antonius zurück zum Glauben

Garmisch-Partenkirchen - Hunderte Menschen feiern das Pontifikalamt mit Regionalbischof Wolfgang Bischof in der Wallfahrtskirche - trotz Nieselregens.

Die traditionellen Feuer am Vorabend, dann die Messe im Freien an den Hängen der Wallfahrtskirche - das ist Antoni im Ortsteil Partenkirchen. Und warum das Wetter am Tag der Partenkirchner oftmals nicht ganz so mitspielt wie erwünscht, dafür liefert Seniorin Irmi Huber, die seit ihrer Kindheit nach St. Anton hinaufpilgert, die Erklärung. Da sitzt sie auf einer der Steinstufen neben dem Altar und tuschelt leise übers Wetter vor sich hin: „Der Antoni hat der Legende nach einmal ganz allein am Strand von Rimini gepredigt. Nur die Fische haben zugehört, deshalb ist’s auch an seinem Fest oft so nass.“

So ist’s auch in diesem Jahr beim Patroziniumsfest am Fuße des Wanks. Es nieselt vor sich hin, und doch strömen hunderte Menschen hinauf nach St. Anton. Das Pontifikalamt zelebriert Weihbischof Wolfgang Bischof - wie immer draußen. Heuer sind auch besonders viele Trachtler dabei, weil diese auf ihre Pfingstmesse am Josefibichl verzichtet haben.

In der Festpredigt spricht der Bischof vom volkstümlichen Bild des Heiligen Antonius, wie er oft reduziert wird auf süßliche Darstellungen oder als Helfer beim Wiederfinden verlorener Dinge. „Doch das allein wird ihm nicht gerecht, ist etwas verkürzt“, meint der Bischof. „Wir dürfen zwar natürlich alle mit unseren Anliegen zu ihm kommen, doch Antonius war vor allem ein Mensch, der sein Leben selbst in die Hand nahm und dabei auch radikale Konsequenzen zog.“ Das habe er schon getan, als er sich entschieden habe, „aus dieser sicheren Chorherrlichkeit in die Nachfolge Christi bei den Brüdern des Franziskus zu gehen, um predigend und missionierend tätig zu sein“. Aus gesundheitlichen Gründen habe er nicht in ferne Lande ziehen können, sondern sei zum große Missionar für jene geworden, die Christus bereits kennengelernt hatten, aber von ihm weggekommen seien. (wk)

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