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Beim Laden des BMW i3 an der gemeindeeigenen E-Tankstelle nahe des Ohlstädter R athauses: Bürgermeister Christian Scheuerer.

E-Carsharing wird beibehalten 

Draufzahlgeschäft für Ohlstadt  

Nach wie vor will die Gemeinde Ohlstadt interessierten Bürgern einen elektrisch betriebenen Pkw zum Mieten anbieten. Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass die Kosten, die die Hersteller für die Bereitstellung der Fahrzeuge berechnen, gesenkt werden.

Ohlstadt – Seit Herbst 2016 bietet Ohlstadt seinen Gemeindemitarbeitern und auch Privatleuten den Service an, einen neuen BMW i3 zu nutzen. Ein Angebot, das laut Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) auch rege genutzt wird, wie er in der jüngsten Ratssitzung erklärte. Bei dieser ging es unter anderem darum, ob das E-Carsharing weitergeführt werden soll oder nicht.

Aber „trotzdem zahlt die Gemeinde jährlich rund 6000 Euro drauf“, erklärte Scheuerer. Versicherung, Steuer und der benötigte Strom seien in dieser Summe bereits enthalten. Gleichwohl wolle man Vorreiter in der Elektro-Mobilität bleiben, unterstrich der Rathauschef.

Um das Für und Wider der Offerte entbrannte eine leidenschaftliche Diskussion unter den Ratsmitgliedern. „Das Ganze ist ein Prestige-Objekt, das uns 6000 Euro im Jahr kostet“, bemängelte Simon Sagmeister (BVO). „Ein Privater würde das nie machen. Das Auto ist sehr spacig, und ohne längere Erklärungen kannst du damit gar nicht losfahren.“ Ältere Personen hätten damit so ihre Probleme, vermutete Sagmeister. Scheuerer hielt ihm entgegen, dass die Eingewöhnung auf dem Elektro-Pkw sehr schnell vonstatten ginge.

Franz Gaisreiter (CSU) wollte wissen, ob denn die Reichweite des Fahrzeugs mit 400 Kilometern nötig sei, was die Sache verteuere. So sei etwa das Konkurrenzmodell „Renault Zoe R 24“ wesentlich günstiger zu betreiben, das 200 Kilometer mit einer Ladung schaffe. Der Bürgermeister verwies in diesem Zusammenhang auf den Winterbetrieb, wenn Stromfresser wie Heizung, Gebläse und Licht an der Batterie zehrten.

Christian Binder (CSU) schlug vor, künftig keinen Dreijahresvertrag mehr mit BMW abzuschließen, sondern nur mehr einen Einjahresvertrag. „Außerdem“, befand er, „sollten wir noch mehr Werbung dafür machen.“ Er sei durchaus dafür, dass der Wagen weiterhin für alle zur Verfügung stünde: „Aber wir müssen die Kosten runterbringen.“ Dieser Meinung schloss sich auch Michael Schödl von der NLO an.

Das Gremium entschied mit den Gegenstimmen von Sagmeister, Anton Fischer (NLO), Georg Zach (BVO) und Toni Schmuttermeier (CSU), dass das E-Carsharing in Ohlstadt weiter angeboten werden sollte, allerdings zu günstigeren Konditionen für die Kommune. Zudem wurde der Bürgermeister beauftragt, Verhandlungen mit den entsprechenden Händlern aufzunehmen.

Heino Herpen

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