Riskante Engstelle: Fußgänger sind in diesem Bereich der – viel befahrenen – Eibseestraße nicht wirklich sicher unterwegs. foto: sehr

Eibseestraße: Fußgänger leben gefährlich

Grainau - Viel Verkehr, eine enge Fahrbahn und ein Mini-Bürgersteig: An der Eibseestraße in Grainau müssen Fußgänger höllisch aufpassen. Eine Fahrbahn-Verengung lehtn die Gemeinde jedoch strikt ab...

„Das ist doch ein Schmarrn.“ Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl (CSU) findet im Tagblatt-Gespräch für die Pläne des Staatlichen Bauamts Weilheim deutliche Worte. Mit der Verengung der Straße zum Eibsee kann er sich ebenso wenig anfreunden wie viele weitere Bürger. „Das gibt ein großes Chaos“, befürchtet der Rathauschef. Denn Sommer wie Winter wird die Strecke stark befahren und von Skifahrern wie Gästen der Zugspitze und des Sees gleichermaßen genutzt. Sollte die eh schon schmale Fahrbahn in Höhe der Hausnummer 10 künftig nur noch enger werden, rechnet Märkl mit Staus und langen Autoschlangen durchs ganze Dorf.

Seinen Unmut hat der Bürgermeister am Dienstag bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Landratsamts und des Staatlichen Bauamts deutlich gemacht. Mit Erfolg. „Die Pläne können wir so nicht umsetzen“, berichtet Bauamts-Abteilungsleiter Dr. Hermann Streicher.

Ursprünglich wollte die Behörde den Gehweg an der besagten Engstelle mit Hilfe einer markierten Ausbuchtung verbreitern. Die Arbeiten sollten bereits Ende dieser Woche beginnen. „Es ist für Fußgänger schwierig, dort mit dem Kinderwagen durchzukommen“, verdeutlicht Streicher den Hintergrund. Vorrangig geht es dem Staatlichen Bauamt darum, mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Aber gleichzeitig würde die Fahrbahn dadurch „optisch verengt“ und Autofahrer zum langsamer Fahren gezwungen. „Die Stelle gehört beruhigt“, untermauert der Bürgermeister. Er muss es wissen: Schließlich wohnt er ebenfalls seit seiner Kindheit in diesem Bereich der Eibseestraße.

Doch Märkl will eine andere Lösung. Eine, die den Verkehr nicht allzu stark behindert. Zu dieser Meinung sind gestern dann auch letztlich die Behörden-Vertreter gelangt. „Mit einer Ausbuchtung wäre eine Privatzufahrt nicht mehr richtig benutzbar“, schildert Streicher das Problem.

Nun wollen sich alle Beteiligten noch einmal zusammensetzen, um eine neue Lösung finden. Denn die Fußgänger leben an der Eibseestraße weiterhin gefährlich. Bis zum Frühjahr herrschte auf dem schmalen Stück Tempo 30. „Die Schilder wurden aber abgebaut“, berichtet Märkl. Doch der Rathauschef weiß auch: „Daran hat sich eh niemand gehalten.“ Stattdessen steht dort nun eine „Fußgänger achten“-Tafel.

Geplant ist, dort Schilder mit Displays aufzustellen, die jedem Autofahrer seine aktuelle Geschwindigkeit anzeigen. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt der Abteilungsleiter des Bauamts. Hoffentlich machen diese dann auch die Fußgänger an der viel befahrenen Eibseestraße. Denn wann ein sicherer, breiter Gehweg kommt, ist derzeit noch völlig unklar.

(nine)

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