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Werdenfelser Tourismus-Experten: (v. l.) Julia Petrenko, Werner Wilhelm, Barbara Mangold, Antje Grantas, Petra Vogt, Arno Nunn, Armin Zick, Christian Lackner, Irmgard und Sonja Häringer, Simon Bauer, sowie Aljona Timakova.

Eigener Campingführer fürs Werdenfelser Land 

Die natürlichste Form von Urlaub

Grainau - Urlaub in Deutschland ist wieder richtig „in“. Auch aufgrund der angespannten Sicherheitslage in manchen Ländern. Nichts an Attraktion eingebüßt hat Camping, und weil der Landkreis hier bestens aufgestellt ist, gibt es jetzt erstmals einen eigenen Campingführer für das Werdenfelser Land.

Ein Hauch von Freiheit und Unabhängigkeit in der schönsten Zeit des Jahres, dem Urlaub – wo spürt man das mehr als beim Camping? Und weil das Werdenfelser Land zwischen Murnau, Ammergau und Mittenwald mittlerweile auch auf diesem Sektor mit seinen zwölf Campingplätzen jeder Kategorie bestens aufgestellt ist, war es höchste Zeit, für die heimische Region einen eigenen Campingführer herauszubringen.

Christian Lackner, seines Zeichens Tourismusmanager der Zugspitz-Region, präsentierte ihn jetzt auf einem der schönsten und neuesten Plätze des Landkreises, dem „Camping-Resort Zugspitze“ in der Tegernau bei Grainau. „Wir haben den neuen Führer vor allem deshalb geschaffen, damit wir uns besser vermarkten können“, sagte Lackner bei der Präsentation der 20-seitigen Querformatbroschüre vor heimischen Tourismusexperten. Für jeden einzelnen Campingplatz sei es schwierig, auf dem Tourismusmarkt wahrgenommen zu werden, in der Gemeinschaft sei es leichter. Wobei es Lackner als sehr erfreulich bezeichnete, „dass wir im Landkreis an Plätzen inzwischen eine große Vielfalt haben“. Das beginne beim Fünf-Sterne-Resort in Grainau und gehe hin bis zum wunderschönen Alpen-Caravanpark am Tennsee. Aus zwei Gründen sei das neue Heft entstanden: Zum einen wegen des zunehmenden Trends zum Deutschland-Urlaub. In jüngster Zeit habe sich das Sicherheitsbedürfnis der Menschen verändert: „Sie fühlen sich einfach zuhause sicherer“ und nicht zuletzt sei hierzulande auch die medizinische Versorgung optimaler: „Wenn ich hier Urlaub mit Kindern mache, muss ich mir keine Gedanken über eine Auslandskrankenversicherung, über den Standard ausländischer Ärzte und dergleichen machen“, verdeutlichte der Tourismusmanager.

Unabhängig davon sei Camping ohnehin der ideale Familien-, zudem auch der direkteste Natur-Urlaub: Der fange nämlich damit an, dass man sich beim Aufwachen nicht in irgendeinem Hotel oder in einer Ferienwohnung befindet, sondern näher dran ist, sprich mitten in der Natur. Christian Lackner selbst habe das erst jüngst erlebt, als er probeweise in einem der vier „Schlaffässer“ des Resorts Zugspitze in Grainau genächtigt habe: „Es ist zwar eng und man muss sich schon mögen, doch es hat eine unheimliche Behaglichkeit, und wenn man dann herauskommt, steht man direkt vor den Bergen.“

Der neue Campingführer ist in einer Auflage von 10 000 Stück erschienen und wird (kostenlos) sowohl über die Campingplätze selbst, als auch über die Tourismusbüros, vor allem aber bei Reisemessen verteilt. Bewusst sei auf die Angabe von Qualitätssternen verzichtet worden, denn auf diesem Sektor gäbe es soviele verschiedene Bewertungen, verdeutlichte Lackner, dass es nur verwirrend wäre, derlei anzugeben. „Mir ist neulich übrigens aufgefallen“, ergänzte Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn, „dass jetzt sogar schon übers Fernsehen für Caravaning Werbung gemacht wird.“

Die zwölf im neuen Führer vertretenen Werdenfelser Campingplätze sind sehr präzise beschrieben und angegeben sind nicht nur die Zahl der Stellplätze für Caravans und Zelte, sondern auch die verschiedenen Komfort-Merkmale vom Strom- und Wasseranschluss bis hin zu Duschen und Toiletten, Waschmaschinen, Restaurants, Spielplätzen und Shops, Internetanschlüssen sowie Barrierefreiheit.

Wolfgang Kaiser

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