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Souverän meistert Leoni Ostler den Fünf-Sprung über die Matten.

Ninja Warriors Germany: Leoni Ostler  will wieder mitmachen

Ein Ninja namens Leoni: Garmisch-Partenkirchnerin bei RTL-Show dabei

Die Hindernisse verlangen den Sportlern alles ab: Kraft, Balance, Koordination, unbedingter Wille. Leoni Ostler (20) aus Garmisch-Partenkirchen hat sich dem gestellt. Sie trat in der RTL-Fernseh-Show „Ninja Warrior Germany“ auf. Und will wieder hin.

Die Drehscheibe, Hindernis Nummer drei, wird Leoni Ostler zum Verhängnis. Sie landet im Wasser. Von Ärger aber keine Spur.

Garmisch-Partenkirchen – Nein. Nein. Neeeeiiiiiiiin. Mit diesem lautlosen Ruf fällt Leoni Ostler ins Wasser. Mist, das denkt sie auch. Sie hat noch versucht, sich an der Drehscheibe festzukrallen, eine Umdrehung hat ihr gefehlt, dann hätte sie sich an die Ringe gewagt. Hat nicht funktioniert. An Hindernis Nummer drei ist Schluss für die Garmisch-Partenkirchnerin. Macht aber nichts. Ihr Auftritt bei der RTL-Fernsehshow „Ninja Warrior Germany“ – für die 20-Jährige ein Erlebnis, das sie unbedingt noch einmal erleben will.

Leichtathletin der LAG Garmisch-Partenkirchen überzeugt im Casting für TV-Show

Allein, dass die Leichtathletin der LAG Garmisch-Partenkirchen in der Show auftreten darf, ist ein Erfolg. Mit einem Freund hatte sie sich zum Casting in München angemeldet, nur sie wurde eingeladen. Zwei Tage suchten die Verantwortlichen in der bayerischen Landeshauptstadt passende Kandidaten, testeten Fitness und Talent, dasselbe Prozedere in Köln. Wie viele Bewerber es gab, weiß Ostler nicht. Mitte April bekam sie die Zusage für die Show. Zwei Monate später wurde die in Karlsruhe aufgezeichnet, am Freitag schließlich ausgestrahlt. Was man im Fernsehen nicht gesehen hat: Ostlers Herzrasen.

Eine solche Nervosität kannte die 20-Jährige bis dahin nicht. Puls von 390 „und jedes Körpergefühl weg“. Zum Start muss sie ihren Fuß auf einen Kasten setzen, um etwas erhöht zu stehen. Nur ein Schritt – sie nimmt die Hände zu Hilfe, stützt sich ab. Anders, denkt sie, schafft sie das nicht. Im Zusammenschnitt fällt die Szene raus. „Gott sei Dank. Das wär’ peinlich gewesen.“ Dann aber gibt es für Ostler nur das Hindernis. Die Mittelstreckenspezialistin, die Armkraft sowie Balance und Koordination durchs Klettern trainiert, blendet alles aus. Außer die fünf Matten und ihre Sprünge darüber. Sicher erreicht sie Hindernis zwei, den Pendelsprung, bezwingt ihn. Dann die Scheibe und ihr Flug ins Wasser. Ihren Körperschwerpunkt habe sie falsch verlagert, das hat Ostler gleich analysiert. Aber: Der ehemalige Formel-1-Profi Nico Hülkenberg kommt gar nicht so weit, scheitert bereits an Hindernis zwei. Darüber aber freue man sich nicht. „Man fiebert mit jedem mit, drückt sich die Daumen.“

Ostler aus Garmisch-Partenkirchen schwärmt von Zusammenhalt der Teilnehmer in TV-Show

Zwei Tage nach der Aufzeichnung besuchte Ostler zum ersten Mal mit zwei weiteren Teilnehmern der Show die Ninja-Warrior-Halle in Nürnberg. „Das hätte ich vielleicht doch davor mal machen sollen.“ Denn dort ist so eine Drehscheibe zum Üben aufgebaut. Doch zeitlich hat sie es nicht geschafft, neben ihrem Leichtathletik-Training und ihrer Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau extra nach Nürnberg zu fahren. Sie ärgert sich nicht. Den Zusammenhalt unter den Teilnehmer zu erleben, das Team hinter den Kulissen, die Show selbst – alles war „ein Megaspaß und eine tolle Erfahrung“.

Seitens des Senders gab es auch keine Anweisungen zu Outfit und Styling. Einzige Vorgabe: keine Firmenlogos auf Shirt und Short, die wurden abgeklebt. Für Make-up und Frisur war jeder selbst verantwortlich. Bedeutete bei Ostler: Pferdeschwanz – fertig. Was die TV-Zuschauer sehen, sagt sie, „ist echt – und live noch viel besser“. Deshalb steht fest: Im nächsten Jahr meldet sie sich wieder an.

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