Wasser marsch: (v. l.) Grainaus Bürgermeister Andreas Hildebrandt, Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid und Gemeindewerke-Direktor Wotan Lichtmeß drehen den Hahn zur neuen Wassergewinnungsanlage auf. foto: pawlovsky

Eine Quelle versorgt zwei Gemeinden

Grainau - Wasser marsch hieß es gestern Mittag im Unterwald in Grainau. Die gemeinsame Trinkwassergewinnungsanlage der Gemeinden Grainau und Garmisch-Partenkirchen nahm ihren Betrieb auf.

„Das ist gewissermaßen ein historisches Ereignis“, sagte Grainaus Bürgermeister Andreas Hildebrandt (CSU). „Nicht nur für die nächsten Jahrzehnte, sondern auch für die nächsten Generationen ist das bedeutend.“ Fünf Jahre betrug die Planungs- und Bauzeit. Durch die kommunale Zweckvereinbarung, die die beiden Gemeinden getroffen haben, ist die Trinkwasserversorgung bis 2035 gesichert.

Nötig wurde dies, weil 1994 die Förderbewilligungen für die Brunnen des Pumpwerks Degernlaine abgelaufen waren. Diese wurden nur noch kurzfristig erteilt, allerdings sollte dafür das Schutzgebiet vergrößert werden. „Es hätte dann keine Entwicklungsmöglichkeit mehr für das Dorf gegeben“, erklärte Hildebrandt. Seit 2004 suchte die Gemeinde nach Alternativen und wurde im Unterwald fündig. 2005 stieg Garmisch-Partenkirchen mit ein. Die Kosten für die Anlage werden geteilt: Das Zugspitzdorf übernimmt 25 Prozent (1,15 Millionen Euro) und die Marktgemeinde 75 (3,45 Millionen). Für Garmisch-Partenkirchen kommen noch Kosten in Höhe von 3,1 Millionen für Zuführungsleitungen und Einbindemaßnahmen hinzu.

„Das sind die Dinge, wofür ein Bürgermeister gewählt worden ist“, meinte Thomas Schmid (CSB). „WM und Olympia sind die Kür, aber Trinkwasser ist Pflicht.“ Für Wotan Lichtmeß, Direktor der Gemeindewerke, ist es sogar mehr als das. Die Werke bestehen aus zehn Sparten, von denen im Alltag alle wichtig seien. „Aber man kann irgendwie ohne Strom leben, ohne Gas, ohne Müllentsorgung und ohne Eisstadion - aber ohne Wasser ist man tot.“ (jpa)

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