Nächster Schritt in Richtung Großprojekt

Einkaufsmarkt Ohlstadt: Diskussionen um Dachneigung

Ohlstadt - Für das Sondergebiet Einkaufsmarkt Ohlstadt wurde jetzt der Bebauungsplan auf den Weg gebracht.

Auf dem Weg zur Verwirklichung des am Josefsplatz in Ohlstadt geplanten Einkaufsmarktes sind die Verantwortlichen wieder einen Schritt vorangekommen. Bei seiner Sitzung hat der Gemeinderat unter anderem die Dachneigung des Gebäudes und die Breite der Querungshilfe an der Partenkirchner Straße festgelegt. Somit kann der Bebauungsplan für das Projekt bei den zuständigen Fachbehörden eingereicht werden. In einigen Wochen kommt es demzufolge zur ersten öffentlichen Auslegung im Ohlstadter Rathaus mit der Beteiligung dieser Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. „Es handelt sich dabei aber um kein Gewerbegebiet, sondern um ein Sondergebiet“, stellte Bürgermeister Christian Scheuerer klar, der die Sitzung geleitet hat.

Die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen in diesem Bereich sei nicht vorgesehen. Zwei Entwürfe für die Gestaltung des Daches hatte Diplom-Ingenieur Volker Kirtscher von der „Arnold Consult AG“ aus Kissing dem Gremium vorgelegt: Mal symmetrisch, mal asymmetrisch. Die Lokalpolitiker entschieden sich für erstere Variante, konnten sich aber wegen der Dachneigung nicht einigen. So waren etwa die vorgeschlagenen acht Grad Neigung Richard Frombeck von der CSU zu wenig, der einen Präsidenzfall für das künftige Gewerbegebiet am Mühlmoos befürchtete. „Ich könnte damit gut leben“, meinte hingegen Irene Mayr (NLO). „Wenn das Dach steiler wird, dann wird es auch höher“, gab Hans Schneider, Geschäftsführer der „Konzeptbau“ aus Kaufbeuren zu bedenken, der das 4000 Quadratmeter große Areal gehört. „Die Betreiber die Verkaufsräume bis unter die Dachhaut offen haben“. Dies sei bei einem steilen Dach ungünstig, zudem würden die Heizkosten steigen. Zehn Grad Neigung seien das absolute Maximum. Mit sieben zu sechs Stimmen entschied sich das Gremium letztlich für diesen Vorschlag.

„Damit ist die Wandhöhe auf sechs Meter festgelegt“, erklärte Schneider. Überdies wurde die Breite der Querungshilfe an der Partenkirchner Straße mit acht zu fünf Stimmen auf zwei Meter festgelegt. „Das Staatliche Bauamt wird uns sehr genau sagen, wenn das so nicht in Ordnung ist“, sagte Bürgermeister Scheuerer dazu. Auch müsse die beauftragte Firma „Konzeptbau“ vom Staatlichen Bauamt einen Streifen entlang der Partenkirchner Straße erwerben, der dann für die Zufahrt zum künftigen Einkaufsmarkt benötigt werde. Mit zwei Gegenstimmen (von Michael Schödl und Peter Steigenberger, beide NLO) wurde der Bebauungsplan auf den Weg gebracht.

Heino Herpen

Rubriklistenbild: © dpa

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