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Die Sicht ist endlich frei: Retter an Bord lassen die Seilwinde hinab, um die Männer in den Hubschrauber zu ziehen.

Erschöpft und ohne Wasser

Einsatz der Bergwacht: Männer unterschätzen Tour

Grainau - Die Länge ihrer Tour am Jubiläumsgrad hatten zwei Bergsteiger aus Ulm völlig unterschätzt. Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau retteten die Männer mit dem ADAC-Hubschrauber Christoph Murnau.

Die Länge der Tour hatten sie völlig unterschätzt. Dies wurde zwei Bergsteigern aus Ulm am Mittwoch zum Verhängnis. Die Männer, die bereits am Morgen von der Wiener-Neustädter-Hütte in Österreich auf die Zugspitze gestiegen waren, wollten eigentlich den Jubiläumsgrad zwischen Zugspitze und Alpspitze gehen. Zwischen Vollkarspitze und Hochblassen mussten sie jedoch auf dem ausgesetzten Felsgrad Halt machen. Völlig erschöpft, ohne einen Schluck Wasser, wählten sie bei Anbruch der Dunkelheit – gegen 19.40 Uhr – die Notrufnummer 112. Fünf Einsatzkräfte der Grainauer Bergwacht konnten die jungen Touristen mit dem ADAC-Hubschrauber Christoph Murnau schließlich retten und in Sicherheit bringen.

Zwei Männer, die an der Einsatzstelle abgesetzt wurden, legten den 26-jährigen und 27-jährigen Bergsteigern Rettungsdreiecke für die Bergung an. „Alles hat soweit sehr gut funktioniert“, sagt Einsatzleiter Toni Vogg senior. Nur der Nebel habe einige Verzögerungen verursacht. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse musste der Pilot für ungefähr fünf Minuten in Warteposition gehen, bevor die drei Bergwachtler an Bord die vier Männer endlich mit Seilwinden in den Helikopter ziehen konnten. Nachdem die Sicht frei war, erreichten alle Beteiligten letztlich nach insgesamt eineinhalb Stunden Einsatz das Tal. Die Geretteten wurden dort sofort mit Flüssigkeit versorgt."

Magdalena Kratzer

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