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Perfekte Bedingungen: Am Eröffnungs-Wochenende belohnt strahlender Sonnenschein die Schlittschuhläufer und Schaulustigen bei der Eisbahn am Mohrenplatz.

Neue Attraktion am Mohrenplatz

Eis-Vergnügen im Garmischer Zentrum

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Garmisch-Partenkirchen - Die neue Attraktion am Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen kommt an - bei Jung und Alt. Und auch bei einem Olympiasieger: Manfred Schnelldorfer dreht am Eröffnungstag seine Runden.

Gekonnt und elegant drehte er seine Runden, als wären nicht fünf Jahre vergangen, seit er das letzte Mal auf den Kufen stand: Manfred Schnelldorfer, Olympiasieger von 1964 in Innsbruck und Weltmeister in Dortmund im Eiskunstlauf, bewies auf der neu eröffneten Eislaufbahn am Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen, dass er (kaum) etwas verlernt hat, auch wenn er Sprünge lieber nicht wagte. „Es bringt immer noch Spaß“, erklärte der Münchner (72), der 1951 als Achtjähriger Bayerischer Neulingssieger im hiesigen Eisstadion wurde, das damals noch kein Dach besaß. „Das war der erste Kontakt zur Marktgemeinde, später bin ich jedes Jahr bis zu zehnmal zu Wettbewerben oder zum Schaulaufen hier gewesen.“

Für Doris Alexander war es eine Riesenüberraschung, ihr einstiges Idol wiederzusehen. „Ich bin früher selbst gelaufen und verfolge noch heute jeden Wettbewerb mit großem Interesse“, erzählt die gebürtige Saarbrückerun, die seit 26 Jahren in Garmisch-Partenkirchen lebt. „Manfred Schnelldorfer ist mein Jahrgang, und er war damals natürlich für mich der große Star.“ Von der neuen Eisbahn im Garmischer Zentrum ist sie hellauf begeistert: „Ich werde täglich vorbeikommen und den Läufern zusehen, ich selbst trau’ mich heute nicht mehr aufs Eis.“

Die Bilder von der Eröffnung:

Wintergaudi auf der Eisbahn: Bilder vom Mohrenplatz

Nicht nur sie ist begeistert. Hunderte Schaulustige und zahlreiche Sportliche genossen bei herrlichem Sonnenschein und milden Temperaturen den Eiszauber. Andreas Heinz (68) kam mit seinem achtjährigen Sohn Luis zum Eislaufen. „Solange der Riessersee noch nicht zugefroren ist, können wir jetzt hier unserer Runden drehen“, sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer im Feldhockey.

Und dafür kann’s durchaus mild sein. „Bis 15 Grad Celsius hält das Eis, danach gibt’s Probleme“, erklärte Mohrenplatz-Wirt Andreas Fischer, der das Projekt mit hiesigen Geschäftsleuten initiiert hat. „Das Schlimmste für uns wäre Regen.“ 65 000 Euro hat der Spaß bislang gekostet, Energiekosten noch nicht eingerechnet. „Über die mache ich mir lieber keine Gedanken“, betonte Fischer, der sich mit dem Eiszauber einen Traum erfüllt hat. „Schon vor 20 Jahren hatte ich die Idee, vor drei Jahren scheiterte ein konkreter Plan an den Kosten, die damals noch doppelt so hoch lagen.“ Dadurch, dass er Beleuchtung, Beschallung, Eis-Herstellung oder Schlittschuhverleih nicht aus einer Hand gekauft, sondern in Komponenten organisiert und erworben hat, konnte er diese nun um 50 Prozent senken. Den Rest stemmt er zu je einem Drittel durch Werbepartner, Einnahmen und Gastronomie. Er ist zuversichtlich, dass sich das Ganze rechnet.

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