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E wie Elektromobilität: (v. l.) Christian Neureuther, Projektleiter Günter Forster von e-GAP, Bürgermeister Thomas Schmid, Rosi Mittermaier, Minister Martin Zeil, Dr. Sabine Wagner vom Fraunhofer Institut, Klaus-Dieter Josel von der Deutschen Bahn AG, Dr. Brian Rampp von der Audi AG und Dr. Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum.

Bürger sind mit an Bord

Elektromobilität: Knapp 2,5 Millionen für neue Projekte

  • Matthias Holzapfel
    vonMatthias Holzapfel
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Garmisch-Partenkirchen - Ein Jahr nach dem Start in der Modellkommune schaltet die Elektromobilität in Garmisch-Partenkirchen einen Gang höher. Und der Freistaat zahlt für drei Projekte fast 2,5 Millionen Euro.

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) überreichte am Freitag neue Förderbescheide an die Deutsche Bahn AG, die Audi AG und das Fraunhofer Institut – drei Partner, die sich in der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen erstmals oder noch stärker engagieren. Der Freistaat fördert die drei Projekte mit fast 2,5 Millionen Euro. Für die Bürger wird e-GAP so etwas stärker spürbar.

Der Konzernbevollmächtige für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, nannte die Deutsche Bahn AG bei der Veranstaltung im Seehaus am Rießersee einen „Vorreiter bei der Elektromobilität“. Bis zum Jahr 2020 wolle das Unternehmen „Umwelt-Vorreiter“ werden und die Erfahrungen von der Schiene auf die Straße übertragen. Garmisch-Partenkirchen ist dazu ein wichtiger Baustein: Ab sofort können Interessierte direkt am Bahnhof E-Smarts der Flinkster-Flotte mieten. Bahnkunden reisen also umweltfreundlich an und rollen dann umweltschonend weiter. Auf dem Parkplatz hat das Unternehmen auch Ladesäulen installiert. Der Staat fördert das Forschungsprojekt mit knapp einer Million Euro.

Nahezu 875.000 Euro erhält Audi für sein Vorhaben „sun2car@GAP“. Ab Herbst stellt der Autobauer zehn Familien jeweils einen Audi A1 e-tron zur Verfügung. Sie sollen das Auto im Alltag nutzen – und es über ihre eigene Photovoltaikanlage am dach laden. Elektromobilität „macht nur Sinn, wenn es eine umweltfreundliche Ladelösung gibt“, betonte Dr. Brian Rampp, Leiter Politik und Verbände bei der Audi AG. Zugleich sollen gebrauchte Autobatterien als Speicher in den Haushalten eingesetzt werden. Die Familien werden erst gesucht.

Weitere knapp 600.000 Euro überweist der Freistaat an das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Es ist seit der ersten Stunde an Bord und wird mit den Gemeindwerken Garmisch-Partenkirchen eine Ladeinfrastruktur aufbauen.

Minister Zeil betonte, dass es sich bei e-GAP um „ein Forschungs- und kein Elektrofahrzeug-Beschaffungsprojekt“ handelt. Er räumte ein, dass noch einige Hindernisse zu überwinden seien, etwa die geringe Reichweite, zeigte sich aber überzeugt von der „Erprobung in einer ländlichen Region und im Tourismus“.

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