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Richtig krachen lassen es die „Beat Bulls“ im völlig überfüllten Saal des Braustüberls.

„Endlich ist mal was los“

Die 11. Gap-Live-Night macht richtig Laune

Garmisch-Partenkirchen - 14 Bands in 14 Lokalen – das erlebten die Besucher der 11. Gap-Live-Night. Bei lauen Frühlingstemperaturen tummelten sich zahlreiche Nachtschwärmer in Garmisch-Partenkirchen.

Mit Oldies von den Beatles, den Rolling Stones oder den Eagles animiert die Band „Big Bad Wolf“ das vorwiegend ältere Publikum im Peaches zum Tanzen.

Menschentrauben vor den Lokalen, Leute, die mitten in der Nacht durch Garmisch-Partenkirchen laufen und Musik, die aus allem Ecken erklingt: Die 11. GAP-Live-Night machte richtig Laune. Gefühlt war der ganze Ort auf den Beinen, bei lauen 15 Grad kam man sich vor wie im Süden. „Wir haben schon jetzt über 200 Tickets verkauft“, verriet der Türsteher im Peaches, vor dessen Eingang am Marienplatz bereits um 21 Uhr reges Treiben herrschte. Die Nachtschwärmer standen Schlange, um das giftgrüne Plastik-Armband zu erstehen, das zum Besuch der 14 Lokale und Bands berechtigte.

Während sich im Peaches sonst eher die Jugend ein Stelldichein gibt, feierte und tanzte jetzt die etwas ältere Generation in den 1. Mai. Kein Wunder, denn die legendären „Big Bad Wolfs“ haben ja selbst schon einige Jahre auf dem Buckel. Mit Oldies von den Beatles, den Rolling Stones oder den Eagles – Bands, die die fünf Musiker selbst noch erlebt haben – überzeugten sie ihre Zuhörer. Kaum einen hielt es auf seinem Stuhl. Zu Recht gehören diese „Alt-Rocker“ zu den beliebtesten Bands Oberbayerns.

Im Irish Pub wurde es schon recht früh kuschelig, eng an eng heizte hier auf kleinstem Raum die Gruppe Caveman aus dem Oberen Isartal ein. Frontman Wolfgang Hagn und seine vier Jungs, auch schon in fortgeschrittenem Alter, zogen ihr Publikum mit Rock vom Feinsten in ihren Bann. Da hatte es sich gelohnt, wenn man schon etwas früher gekommen war und sich einen der wenigen Plätze gesichert hatte. Ferdinand Schuster aus Oberammergau war einer von ihnen. Hatte er als Gitarrist mit „18 Ways to Heaven“ im vergangenen Jahr noch selbst Musik gemacht, war er heuer nur als Zuhörer dabei. „Coole Truppe“, urteilte der 22-jährige Student über seine Kollegen auf der Bühne. Das fanden die anderen Gäste ebenso, und so herrschte auch im Pub eine Bärenstimmung.

"Die Atmosphäre ist wirklich klasse"

Beim „Aufwärmen“ mit Bier und Pizza erzählte Joachim Stange (28), Elektromeister aus Hohenpeißenberg, dass seine Freundin ihn zum Besuch der Gap-Live-Night überredet habe. „Eine Superidee von ihr, die Atmosphäre ist wirklich klasse.“ Sein Kumpel Johann Friedrich (27) aus Walchensee verriet, dass er am nächsten Morgen seinen ersten Arbeitstag antreten und deshalb die Nacht nicht durchmachen werde: „Um 8 Uhr geht’s als Kabinenbegleiter bei der Herzogstandbahn los, da muss ich fit sein.“ Bis morgens um 3 Uhr mindestens wollte dagegen Stefanie Berger aus Garmisch-Partenkirchen bleiben. „Ich bin zum dritten Mal dabei und finde diese Veranstaltung einfach nur toll, endlich ist mal was los hier“, erklärte die 30-jährige freudestrahlend.

Ja, in der Marktgemeinde, steppte in der Nacht auf Sonntag tatsächlich der Bär: Egal, wo man hinschaute, wen man sprach, die Stimmung war einfach riesig. Und man traf immer wieder dieselben Leute in den verschiedenen Bars und Kneipen – viele wurden zu fortgeschrittener Stunde immer heiterer. Auch im Saal des Braustüberls war die Hölle los, die „Beat Bulls“ hatten ja im vergangenen Jahr mit einem furiosen Auftritt schon mächtig vorgelegt. Somit war die Spannung groß und die Erwartung hoch: Würden sie ihrem Ruf gerecht werden? Um es gleich vorweg zu nehmen: Sie wurden! Mit ihren zeitlosen Mega-Rock-Songs entstaubten sie, wie es im Programmheft treffend heißt, „unzählige Kracher aus drei Jahrzehnten“. Und das kam bärig an. Es war kaum ein Durchkommen, so voll war der Saal, so dünn die Luft.

Aber nicht nur die Besucher waren begeistert, auch die Musiker hatten ihren Spaß. Alex Aziz, Frontman von den Strawanza, überzeugte mit seinen Kumpels im Manou’s Servus mit Reggae, Blues und bayerischen Songtexten, einige Eigenkompositionen waren auch dabei. „Eine Mordsstimmung hier, die Garmisch-Partenkirchner sind super drauf“, meinte der 52-jährige aus Miesbach, der im kommenden Jahr mit seiner Band wieder dabei sein möchte.

Gute Musik, stimmige Locations und feierfreudige Fans, von denen wieder einige diese Kult-Nacht bis zum Morgengrauen im John’s Club ausklingen ließen, machen Lust auf mehr. Auch wenn Veranstalter Rupert Reggel, Geschäftsführer von „Holiday Event Sunrise“ aus Murnau, meinte, „dass in diesem Jahr nicht so viel los war wie im vergangenen, besonders im Glashaus und im John’s Club ging es ruhiger zu“ und er mit einer Gästezahl „um die 2000“ rechnet (die genauen Zahlen lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Für die meisten Partygäste galt: Die Gap-Live-Night war wieder eine Super-Veranstaltung.

Barbara Falkenberg

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