Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen

Murnau - Die Gebühren für die Kinderbetreuungseinrichtungen in der Marktgemeinde Murnau sollen steigen. Der Sozial- und Schulausschuss beschloss eine Erhöhung im sieben Prozent.

Das Gremium verständigte sich darauf, für die Benutzung des gemeindlichen Drachennests künftig sieben Prozent mehr zu verlangen. Diese Erhöhung schlägt aber auch auf die kirchlichen Kindertagesstätten Bienenhaus und St. Nikolaus durch. Allerdings ist die geplante Erhöhung noch Thema in der heutigen Sitzung des Marktgemeinderates um 19 Uhr im Rathaus.

Die Verwaltung hatte eine zehnprozentige Steigerung vorgeschlagen. Im Vorfeld gab es ein Gespräch mit den kirchlichen Trägern. „Auch der Elternbeirat hat zugestimmt“, teilte Zenzi Oppenrieder von der Rathaus-Geschäftsleitung mit. Sie verwies darauf, dass der Markt Murnau im Vergleich zu anderen Gemeinden eine der günstigsten Gebührensatzungen habe. Michael Manlik (SPD) war jedoch sicher, dass es „fünf bis sechs Orte gibt“, die weniger verlangen. Der Sozialdemokrat lehnte eine Erhöhung um zehn Prozent ab. „Das entspricht weder der Preis- noch der Lohnsteigerung.“ Eine Anhebung alle zwei Jahre sei in Ordnung, aber sie müsse sich an den genannten Faktoren orientieren.

Dr. Franz Englbrecht (ÖDP/Bürgerforum) plädierte dafür, eine Vorreiterrolle im Landkreis anzustreben und die Preise „ganz unten zu halten“. Dann fügte er hinzu: „Eigentlich sollte man Kindergartenbeiträge abschaffen, damit alle es sich leisten können, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken.“ Bürgermeister Dr. Michael Rapp (CSU) war das zu radikal. „Ganz drauf verzichten, das würde ich nicht machen.“ Letztlich stimmte nur Englbrecht gegen die Erhöhung. Zudem wurde darüber gesprochen, künftig jedes Jahr die Tarife um fünf Prozent anzuheben. Elisabeth Hoechner (SPD) war „total dagegen. Man sollte nicht künstlich die Preise treiben, auch wenn die anderen günstiger sind.“ Die letzte Erhöhung liegt zwei Jahre zurück. Ein Kindergartenplatz kostet die Gemeinde 138 Euro im Jahr. roy

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