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Gerüstet für das Gaudi-Rennen: SCP-Präsident Michael Maurer überreicht Laura Dahlmeier alte Ski, Stöcke und Schuhe – das passende Material für einen Start beim Krüner Nostalski-Wettbewerb im Fasching

SCP-Präsident erfüllt Wunsch

Großer Empfang: Laura Dahlmeier bekommt die nächste Gold-Medaille

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Garmisch-Partenkirchen - Flaggen, Fans, Freude: Rund 1000 Besucher kommen zum Empfang von Laura Dahlmeier. Und die wird nicht nur mit Respekt überschüttet. 

Manchmal schadet es Mann nicht, den Frauen gut zuzuhören. Nur so als Tipp: Das macht das Leben leichter. Michael Maurer weiß das, das hat die Vorbereitung auf den Empfang für Biathlon-Star Laura Dahlmeier im Partenkirchner Kurpark gezeigt. Ein Geschenk hatte er gesucht. Am besten etwas Einzigartiges für seine Weltmeisterin.

Also fielen Blumen schon einmal aus dem Raster. Nach dem Festabend könnte Dahlmeier ja eine Klein-Gärtnerei eröffnen oder wo soll die 22-Jährige so viele Blumen-Sträuße aufbewahren, die ihr die ganzen Sponsoren, Laudatoren inmitten der Fan-Horden in die Hand drückten? Aber jetzt zurück zum Präsidenten des SC Partenkirchen. Gut, dass der sich an einen Wunsch seiner Wunder-Biathletin erinnert hat: „Ich habe gehört, dass du einmal beim Nostalski-Rennen in Krün mitfahren magst.“ Ganz richtig. Dafür fehlte nur noch das richtige Equipment: Holzski, Stöcke, Schuhe von anno dazumal. Maurer hat’s aufgetrieben. Lauter Originale. „Und anpassen kann man alles auch noch“, sagt der SCP-Präsident. Für den Faschings-Wettkampf ist Dahlmeier bestens gerüstet. Ausnahmsweise geht’s dann einmal nur um die Gaudi – nicht ums Gewinnen.

Aber das kann die Laura doch so gut. Bei der Weltmeisterschaft in Oslo sammelte sie fünf Medaillen ein, eine davon in Gold. Solch großartige Leistungen gehören gewürdigt. In großem Rahmen. An die 1000 Fans und Freunde drängten sich vor die Bühne gleich neben dem Richard-Strauss-Institut. Nur zum Vergleich: Beim Abschied von Maria Höfl-Riesch 2014 waren etwa 500 gekommen. Das Mädel mit dem braunen Lockenkopf und der Liebe zu den höchsten Bergen kommt an. Weil die Menschen sie als eine von ihnen sehen. „Laura verkörpert die Natur der Werdenfelser und Gebirgler“, sagte Maurer und erntete dafür Applaus von den Fans. In die Berge zieht’s Dahlmeier eh schon wieder. Mit den Tourenskiern stieg sie vor kurzem auf das Zuckerhütl in den Stubaier Alpen, bald fliegt sie in den Urlaub. Natürlich ein Hochgebirgs-Trip. Nepal heißt das Ziel mit ein paar Freundinnen. „Es ist schön, dass man Zeit für etwas anderes hat“, betonte Dahlmeier.

Für Dinge, die nichts mit Biathlon zu tun haben. Der Sport, der sie zum Star gemacht. Und zur Botschafterin eines ganzen Ortes. „Du trägst Garmisch-Partenkirchen in die Welt hinaus“, unterstrich Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (SPD) und überreichte ihr das Goldene Buch der Marktgemeinde. Zum dritten Mal verewigte sich Dahlmeier darin. Danach durfte Landrat Anton Speer (Freie Wähler) ran. Die Landkreis-Ehrenmedaille in Gold schenkte er der Weltmeisterin. Wieder Jubel für die nächste Medaille. Ja, und auch Michael Maurer hatte noch ein Präsent: einen dieser blau-leuchtenden SCP-Pullis. „Du hast zu mir gesagt: Ihr rückt’s immer so fesch aus – aber ich hab’ keinen. Bitteschön. Da ist er.“

Großer Empfang für Laura Dahlmeier

So rührend empfangen die Garmischer-Partenkirchner Weltmeisterin Dahlmeier

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