+
Ein Besuchermagnet: Der 3000 Jahre alte Einbau fasziniert die Besucher der Landesausstellung.

Diese Attraktionen waren bisher heiß begehrt

Ein halbes Jahr ist fast vorbei: Endspurt bei der Landesausstellung 

  • schließen

Besucher können die Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ noch bis 4. November in Ettal erleben. Die Verantwortlichen hoffen auf einen entsprechenden Ansturm. Bisher waren gut 119.000 Menschen vor Ort – und sehr angetan.

Ettal – Langsam drängt die Zeit. Das sagt Christian Loth auch den Bekannten, die immer noch nicht die Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ besucht haben. Gerade aus dem Landkreis gibt es viele, die den Besuch immer wieder rausgeschoben haben. Die sich dachten, sechs Monate sind eine derart lange Zeit, da schafft man’s schon, nach Ettal zu fahren. Irgendwann. Jetzt wird’s allerdings knapp. Zeit bleibt ihnen noch bis 4. November. „Ich hoffe sehr, dass viele die letzte Chance nutzen“, betont der Sprecher des Klosters.

Dem kann sich Dr. Andrea Rüth, Sprecherin vom Haus der Bayerischen Geschichte, nur anschließen. Quasi „auf den letzten Drücker besteht jetzt noch die Gelegenheit, sich das Ganze anzuschauen“. Dass gerade diejenigen, die keine weite Anreise haben, einen Besuch immer wieder aufschieben, kennt sie. „Das ist das übliche Phänomen.“ Daher hofft auch sie, dass zum Endspurt viele den Weg nach Ettal finden, um dem Mythos Bayern auf die Spur zu kommen.

Mit Ettal haben die Ausstellungsmacher einen Volltreffer gelandet

Die Rückmeldungen der gut 119.000 Besucher, die sich bisher in der liebevoll arrangierten Ausstellung umgesehen haben, sind rundum positiv. „Thema und Ort passen einfach perfekt zusammen“, unterstreicht Rüth. Ein Bezug, der den Verantwortlichen sehr am Herzen liegt. Mit Ettal haben sie einen Volltreffer gelandet. „Hier kann man den Königstraum direkt erleben.“ Das macht die Pressesprecherin auch an der enormen Nachfrage auf die Kombi-Tickets – Landesausstellung und Schloss Linderhof – aus. „Toll, wenn man so eine Verbindung anbieten kann.“

Zeugnisse der Jagd: Diese Exponate passen zum Schwerpunkt Wald.

Auch die Erlebnisse im Wald nutzten die Besucher gerne. Neben Exkursionen mit heimischen Förstern „sind vor allem die Baumpflege-Aktionen und das Bauen von Vogelhäuschen bei Kindern und Jugendlichen sehr gut angekommen“, sagt Rüth. Diese Einschätzung teilt Loth. Ihn freut besonders, dass im Rahmen der Landesausstellung 1000 Bäume gepflanzt wurden.

„Wir haben unglaublich viel schönes Feedback bekommen“, bestätigt der Kloster-Sprecher. Er hat ebenfalls erfahren, dass das Gesamtpaket, die Verbindung zur Basilika und zur Natur begeistert hat. Auch das Café 1330, das das Kloster eigens für die Landesausstellung im früheren Speisesaal eingerichtet hat, entwickelte sich zum beliebten Treffpunkt. Deshalb bleibt es auch bestehen. „Im Winter wird’s zwar geschlossen, aber Ostern zur Sommersaison machen wir wieder auf“, kündigt Loth an.

Nicht nur im Café, in der Ausstellung gibt’s genauso viel zu entdecken. „Auch für Einheimische“, meint Rüth. Die Holzbibliothek etwa, die einen Baum möglichst vollständig mit all seinen Merkmalen darstellt. Oder der Kronleuchter aus der Grafenaschauer St.-Wolfgang-Kirche und alte Trachten aus verschiedenen Regionen. „Es gibt wirklich viel zu sehen.“ Bis 4. November können sie noch dem Mythos Bayern im Kloster Ettal auf die Spur.

Die Landesausstellung

„Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ in Kloster Ettal ist bis Sonntag, 4. November, täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen zwölf, Senioren, Stundenten und Gruppen zehn sowie Kinder und Jugendliche zwei Euro. Eine Familienkarte gibt’s für 24 Euro. Gruppen können sich unter Telefon 08 21/45 05 74 57 für eine Führung anmelden. Einzelbesucher haben die Möglichkeit, sich um 11 und 15 Uhr – bei großer Nachfrage auch häufiger – einer Tour anzuschließen. Dieses Zusatzangebot kostet vier Euro.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kampf ums Murnauer Rathaus: Phillip Zoepf steigt in den Ring
Der Kampf ums Murnauer Rathaus wird spannend: Wie zu erwarten war, greift nun auch Mehr-Bewegen-Chef Phillip Zoepf zur Kommunalwahl 2020 als Bürgermeisterkandidat an. …
Kampf ums Murnauer Rathaus: Phillip Zoepf steigt in den Ring
Schlimm zugerichtetes Hirschkalb stirbt qualvoll: Tierschützer haben schrecklichen Verdacht
Einen grausamen Tod musste ein Rotwildkalb in der Nähe von Oberau erleiden: Das Tier wurde offenbar gejagt und verletzt. Tierschützer haben einen besorgniserregenden …
Schlimm zugerichtetes Hirschkalb stirbt qualvoll: Tierschützer haben schrecklichen Verdacht
„Das Kranzbach“: Hoteldirektor King geht
Acht Jahre stand Klaus King im Luxushotel „Das Kranzbach“ an der Spitze. Ende Dezember ist dieses Kapitel offiziell geschlossen.
„Das Kranzbach“: Hoteldirektor King geht
Freitag geht es los: Erstes Skigebiet in Bayern startet in die Saison
Am Freitag startet das erste Skigebiet Bayerns in die Saison. Hier die zwei größten in der Region Garmisch-Partenkirchen und ein Geheimtipp.
Freitag geht es los: Erstes Skigebiet in Bayern startet in die Saison

Kommentare