Aus 34 Nationen haben bislang Teilnehmer für den König-Ludwig-Lauf am Wochenende gemeldet. Foto: hut

Eröffnungsfeiern der letzten Jahre „ein Trauerspiel“

Oberammergau - 4000. Teilnehmer gehen beim König-Ludwig-Lauf an den Start. Die Volksskilanglauf-Veranstaltung ist beliebter denn je. Das Interesse in der Bevölkerung hält sich jedoch in Grenzen.

Es ist die größte Volksskilanglauf-Veranstaltung in Deutschland, am Wochenende hat der 4000. Teilnehmer gemeldet. Oberammergau steuert auf einen neuen Rekord zu. Und dennoch: In der Bevölkerung wird der König-Ludwig-Lauf, der am Wochenende 4./5. Februar bereits zum 40. Mal ausgetragen wird, zwar wahrgenommen, doch so richtig damit identifizieren wollen sich nur Wenige. Ein Umstand, den auch die Verantwortlichen des Ski-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen für ihre Rennen beklagen.

Hans Reicherl, seit 33 Jahren Chef des Organisationskomitees in Oberammergau, beschreibt das Flair im Dorf während des Loipenspektakels: „Das fängt schon bei der dürftigen Beflaggung der Häuser an. Auch in den Schaufenstern der Läden wird kaum entsprechend dekoriert. Und die Eröffnungsfeiern am Sportplatz waren in den letzten Jahren ein Trauerspiel. Da hast Du Dich schon fast schämen müssen, so wenige Einheimische waren da.“ Reicherls Appell richtet sich in erster Linie an Vermieter, Hoteliers und Gewerbetreibende, die ja auch durch den König-Ludwig-Lauf verdienen: „Ein bisschen mehr Anteilnahme wäre schon wünschenswert.“ Um mehr Zuschauer ins Sportzentrum zu locken, gibt es heuer außerdem wieder einen Nachtsprint mit internationalen Topläufern.

Auch mit der Mentalität mancher heimischer Hoteliers tut sich der OK-Chef schwer: „Die Preisgestaltung ist mitunter schwer nachvollziehbar, wenn am Ludwigslauf-Wochenende der Zimmerpreis deutlich angehoben wird. Wodurch sind denn zum Beispiel 100 Euro pro Nacht gerechtfertigt? Die Teilnehmer sind ganz einfache Leut’, die haben es nicht so locker.“ Oft koste schon allein die Anreise eine Menge Geld. (hut)

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