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In der Turnhalle der Mittelschule zeigen die Kinder verschiedene Tänze. Im ganzen Haus präsentieren sie ein kulturelles Miteinander.

Die Welt zu Gast in einem Haus

Erster Mittelschultag ein Erfolg

Mittenwald - Schuhplatteln, Breakdance, syrisch-arabischer Volkstanz, Sirtaki und vieles mehr: Am Mittelschultag unter dem Motto "Kulturelles Miteinander" war die ganze Welt zu Gast in Mittenwald.

Eine Schule ist der Spiegel der Gesellschaft. Hier zeigt sich im Kleinen, was draußen im Großen passiert. So wollten die Schülersprecher der Mittenwalder Mittelschule ihren kleinen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten. Den ersten Mittelschultag stellten sie daher unter das Motto „Kulturelles Miteinander“ – und die Mischung an Aufführungen war mehr als kunterbunt. Vom Schuhplatteln über Breakdance bis hin zu einem syrisch-arabischen Volkstanz – am Mittelschultag war die Welt zu Gast in Mittenwald.

In der Turnhalle drängten sich Schüler an Schüler, auch viele Eltern ließen sich die Premiere nicht entgehen. Alicia Trinidad, eine feurige Südländerin, übernahm die künstlerische Leitung des Kunst- und Musikprojekts „Auf den Spuren von Bienen und Bären“. Schüler präsentierten darin verschiedene Tanzarten aus verschiedenen Ländern und Zeiten. Die Kinder hatten eine Riesenfreude, die Erwachsenen belohnten sie mit langem Applaus.

In der Aula trugen die dritten Klassen Referate über die Krisenländer Afghanistan, Syrien und Eritrea vor. Zudem gab es Vorführungen aus Italien und Griechenland zu bewundern. Verglichen wurden darüber hinaus die landestypischen Kleidungen aus Bayern und Griechenland. Zwischen den Tänzen Sirtaki und Piva maßen sich Besucher im Fingerhakeln.

„Die Schüler haben sich viel Mühe gegeben mit ihren Kunstwerken“, sagte eine sichtlich stolze Trinidad, als sie große selbstgemalte Bilder einem beeindruckten Publikum zeigte. Rektorin Anja Lanzendörfer freute sich über die Resonanz des ersten Mittelschultags. „Es war eine gelungene Premiere.“ Zumal die Schüler auch kritische Themen nicht ignorierten und auch den Burka-Zwang in Afghanistan oder den Bürgerkrieg in Syrien ansprachen.

Josef Hornsteiner

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