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Erstes Wintersport-Institut im Alpenraum

Garmisch-Partenkirchen - Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und Fachhochschule besiegeln Kooperation. Betrieb soll im Dezember starten.

„Im Wintersport hatten wir schon fast alles zu bieten“, sagt Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) und schränkt ein: „Was bisher gefehlt hat, war die Wissenschaft.“ Bisher. Denn seit gestern Mittag ist die Tinte auf dem Vertrag zwischen der Marktgemeinde und der „Fachhochschule für angewandtes Management“ trocken. Mit der Unterschrift wurde nicht nur eine Kooperation besiegelt. Sie ist auch der Startschuss für eine Einrichtung, die im nahen Alpenraum einen Vergleich sucht: ein wissenschaftliches Institut für Wintersport.

„Das ist einmalig. Das gibt es bislang in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht“, erklärt Professort Florian Kainz von der privaten Schule, die ihren Hauptsitz in Erding hat. In Zusammenarbeit mit der Berliner „Hochschule für Gesundheit & Sport" will sie bereits ab Dezember den operativen Betrieb im Werdenfelser Land aufnehmen. „Die Gemeinde stellt dafür im Skistadion das ehemalige Baubüro der Schanze zur Verfügung“, sagt Schmid. Auf rund 60 Quadratmetern soll dort der Sportmanager Professor Dirk Heering die Arbeit aufnehmen.

Geplant ist, dass die Hochschule im Laufe eines Semesters so genannte Module in Garmisch-Partenkirchen anzubieten. In den Seminaren können Studenten dann beispielsweise für eine Woche praxisorientiert in einem Wintersportort arbeiten. Themenbereiche sind dabei zum Beispiel Leistungsdiagnostik, Sportmanagement und Trainingsanalysen. Wissenschaftliche Ergebnisse sollen geschaffen und verglichen werden. Dem Institut schwebt dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort vor. Und zwar vor allem im Nachwuchsbereich - der nicht die Angebote des Olympia-Stützpunktes (OSP) nutzen kann. Zwischem dem OSP Bayern und der privaten Hochschule, die laut Kainz zu den „Top fünf in Deutschland“ gehört, besteht bereits eine Partnerschaft. „Zu unseren Studenten gehören auch A-Kader-Sportler“, sagt Kainz. „Zum Beispiel Viktoria Rebensburg.“ Für Leistungsträger wie sie soll es womöglich schon im Sommer ein Kursangebot geben. Inhalt: Umgang mit den Medien, Marketing und Finanzen. Generell sei geplant, mit OSP-Vertretern vor Ort abzusprechen, ob eine Zusammenarbeit erwünscht ist, und wie diese aussehen könnte. „Das tut uns gut“, sagt Bürgermeister Schmid. Durch die Kooperation würden junge Leute in den Ort kommen. So wie bei der „Winterschool“ im vergangenen Jahr, einer Art Probelauf für das Institut. 40 bis 50 Studierende, schätzt Heering, werden Garmisch-Partenkirchen im ersten Jahr einen Besuch abstatten.

Trotz allem stellt Schmid aber klar: „Wir sind kein Hochschulstandort. Bei uns steht nichts auf den Ortsschildern.“ Auch wenn die Gemeinde mit dem neuen Konstrukt in die gewünschte Richtung gehe.

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