Einstandsgeschenk: Bürgermeister Anton Kölbl (hi., 4.v.r.) überreicht einen Defibrillator an Lena Pichler. 
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Einstandsgeschenk: Bürgermeister Anton Kölbl (hi., 4.v.r.) überreicht einen Defibrillator an Lena Pichler. 

Ehrenamtliche treten in Aktion

Mit „Helfern vor Ort“ gerüstet für Notfälle: Neue Gruppe in Eschenlohe 

Eschenlohe kann nun mit einer eigenen „Helfer vor Ort“-Gruppe aufwarten. Die Ehrenamtlichen sollen in medizinischen Notfällen einen Beitrag leisten, dass die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nicht ungenutzt verstreicht. Gerade auch in Eschenlohe ist das von Bedeutung.

Eschenlohe – Die Idee ist nicht neu. Lena Pichler spielte schon lange mit dem Gedanken, „Helfer vor Ort“ (HvO) in ihrem Heimatdorf zu etablieren. Die Eschenloherin ist Mitglied bei der BRK-Bereitschaft in Oberau und hat dort auch Leitungsaufgaben inne. Im Oktober des vergangenen Jahres fasste sie mit weiteren Mitgliedern, die ebenfalls in Eschenlohe wohnen, den Entschluss, „Helfer vor Ort“ im Dorf zu gründen.

Erstversorgung der Patienten

Dabei handelt es sich um eine ehrenamtliche Gruppierung unter anderem des Roten Kreuzes, die im Ernstfall die Zeit bis zum Eintreffen des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes überbrücken soll. Die „Helfer vor Ort“ sind in der Gemeinde ansässig und werden durch die Leitstelle ILS Oberland Tag und Nacht alarmiert. Mit ihrem Privat-Fahrzeug eilen die Mitglieder an die jeweilige Einsatzstelle und übernehmen die fachliche Erstversorgung der Patienten, bis der Regel-Rettungsdienst eintrifft. Gerade in Eschenlohe kommt es immer wieder vor, dass der Rettungswagen an einem der Bahnübergänge ausharren muss, bis der Zug die Stelle passiert hat. Wertvolle Zeit verstreicht.

Seit 1. Juli am Start

In der Rot-Kreuz-Bereitschaft Oberau kam Pichlers Idee gut an. Ein Arbeitskreis „HvO Eschenlohe“ wurde ins Leben gerufen – und somit eine Untergruppe gegründet. Am 1. Juli haben die Ehrenamtlichen den Dienst aufgenommen und seitdem bereits erste Einsätze bewältigt. Der Rettungsdienst ist im Schnitt zwischen 12- und 17-mal im Monat bei Notfalleinsätzen im Bereich Eschenlohe zugegen.

Am Wochenende rund um die Uhr bereit

Die im Moment zehn Mitglieder der Gruppe freuen sich, dass sie der Bevölkerung in Notfällen helfen können. Am Wochenende ist der HvO rund um die Uhr besetzt, unter der Woche in den Kernzeiten von 18 bis 6 Uhr. Tagsüber an Werktagen versuchen die Ehrenamtlichen ebenfalls, den Dienst stemmen zu können. Bekleidung und Ausrüstung werden derzeit von der Oberauer Bereitschaft gestellt.

Neuer Defi vom Bürgermeister

Eschenlohes Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) zeigt sich stolz, dass sich in seiner Kommune der HvO angesiedelt hat. Erst einmal soll die Neuerung „probehalber“ laufen, aber die Initiatoren sind sich sicher, dass sich ihre ehrenamtliche Arbeit fest in den Ort einfügen wird. Kölbl sicherte seine Unterstützung zu. Als der Startschuss fiel, überreichte er zum Einstand einen neuen Defibrillator an Chefin Pichler.

Spenden erwünscht

Da die Helfer sich rein ehrenamtlich einbringen, sind Spenden willkommen. Wer Interesse hat, die HvO-Gruppe zu unterstützen, kann sich an Lena Pichler wenden unter Pichler.Lena@gmx.de.

Dominik Bartl

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