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Liegt direkt an der Autobahn bei Eschenlohe: der neue Solarpark.

Eschenlohe hat größten Solarpark im Landkreis: Umweltfreundliche Energie für 825 Haushalte

Die Energiewende in der Region kommt ein gutes Stück voran. An der Autobahnausfahrt Eschenlohe wurde offiziell der bislang größte Solarpark im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eröffnet. Er hilft, jede Menge Kohlendioxid zu sparen.

Eschenlohe – Vor rund drei Jahren wurde Stefan Fußeder, Projektingenieur in Diensten der Firma Vispiron, bei der Familie Wörner in Eschenlohe vorstellig. Er erkundigte sich nach einem speziellen Grundstück. Es liegt an der Autobahnausfahrt. Vispiron schwebte vor, dort eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage zu errichten. Die Wörners machten sich Gedanken. „Wir dachten: Eigentlich ist das eine gute Idee“, sagt Stefanie Wörner, Ehefrau des Grundeigentümers. Das Projekt sei „eine Sache, hinter der man stehen kann. Direkt an der Autobahn ist das tragbar.“ So verpachteten sie die die 3,5 Hektar große Wiese für 20 Jahre an das Unternehmen.

Nun ist die Anlage feierliche eröffnet worden. 2018 war bereits ein Teil ans Netz gegangen. Der zweite wird voraussichtlich noch im Frühjahr 2019 in Betrieb genommen. Mit einer Gesamtleistung von 2450 Kilowatt Peak ist sie die bislang größte Anlage dieser Art im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Sie speist umweltfreundliche Energie für rund 825 Haushalte in das öffentliche Netz ein und sorgt jährlich für eine Einsparung von über 1,5 Millionen Kilogramm Kohlendioxid.

„Wir haben vor Ort unglaubliche Unterstützung erfahren“, betonte Vispiron-Geschäftsführer Florian Schönberger. Für das Planungsrechtliche war die Gemeinde Eschenlohe zuständig. So musste der Flächennutzungsplan geändert, ein Bebauungs- und Grünordnungsplan aufgestellt sowie ein umfangreiches Vertragswerk erarbeitet werden. „Die Gemeinde hat mit Forderungen nicht gekleckert, sondern geklotzt“, erklärte Bürgermeister Anton Kölbl (CSU). Er ist nach wie vor von der großen PV-Anlage überzeugt. „Das ist der richtige Weg.“ Es handle sich um kein Betonbauwerk, das dort 200 Jahre steht. Wenn es eines Tages eine neue Technologie gibt, könne man die Anlage wieder abbauen.

Der Landkreis hat sich bekanntlich zu dem Ziel bekannt, bis 2035 frei von fossilen Energien zu werden. „Das ist noch ein langer Weg“, betonte Klimaschutzmanager Florian Diepold-Erl. Das Vispiron-Projekt, in das die Firma 2,4 Millionen Euro investiert hat, begrüßt Diepold-Erl. „Es braucht solche Anlagen, die eine ordentliche Menge Energie produzieren“, sagt er. Sie verfügt über exakt 8560 PV-Module (polykristallin) und 43 String-Wechselrichter. Überwacht wird sie von München aus. Um die Steuerung kümmert sich die Bundesnetzagentur.

Das Gebiet nördlich und westlich der Anlage soll noch begrünt werden. Auf der Wiese, auf der die Module stehen, werden künftig Schafe und Pferde der Familie Wörner weiden.

Roland Lory


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