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Geschafft: der Münchner Wanderer wird aus der Rinne gezogen. 

Aufwändige Rettungsaktion im Estergebirge

Bergwacht befreit Münchner aus misslicher Lage

Eschenlohe – Alle Hände voll zu tun hatte am Samstag die Oberauer Bergwacht. Es galt einen 32-jährigen Münchner zu retten, der im Estergebirge oberhalb von Eschenlohe in Schwierigkeiten geraten war.

Gegen 10 Uhr wurden die Oberauer vom Einsatzleiter der Bergwacht Garmisch informiert, dass sich ein Wanderer beim Aufstieg zum Krottenkopf über den Hahnbichlsteig verstiegen habe. Beim Versuch sich aus seiner misslichen Lage in einer steilen Felsrinne selbst zu befreien, sei der Mann mehrfach abgerutscht und habe sich Verletzungen am Arm zugezogen. Neben der Rettungsmannschaft der Bergwacht Oberau wurde der Rettungshubschrauber Christoph Murnau alarmiert.

Der Oberauer Einsatzleiter konnte den Münchner telefonisch nicht mehr erreichen, sodass sich die Feinortung im dicht bewaldeten Gebiet als sehr schwierig erwies. Nach circa 40 Minuten Suche aus der Luft wurden zwei Bergretter im Bereich der Pustertalhütte abgesetzt, um am Boden eine Suche zu starten. In einem weiteren Anflug brachte man zwei weitere Einsatzkräfte in das Gelände. Gleichzeitig machten sich Ehrenamtliche mit dem Bergrettungsfahrzeug auf den Weg. Aus verschiedenen Gründen gingen die Helfer von „einer potentiellen Absturzgefahr“ aus, wie es im Pressebericht der Oberauer Bergwacht heißt.

Kurz nach Eintreffen der Mannschaften im Suchgebiet gelang es dem Einsatzleiter, erneut eine Telefonverbindung mit dem Wanderer herzustellen und das Areal einzugrenzen. Christoph Murnau wurde aufgetankt und nahm dann im Bereich der Pustertalhütte zwei Bergretter auf. Nach 20 Minuten Flug konnte der Münchner in einer Felsspalte weit oberhalb des Hahnbichlsteigs aus der Luft geortet werden. Er klammerte sich so fest an die Felswand der Rinne, dass er sich nur sehr schwer bemerkbar machen konnte. Die zwei Luftretter wurden mittels Rettungswinde im steilen Bergwald abgesetzt. Am Boden konnte sich eine Suchmannschaft zum dem 32-Jährigen abseilen. 

Nach kurzer medizinischer Versorgung zog man ihn mittels Flaschenzug aus der steilen Rinne in einen Bereich, wo eine Aufnahme mittels Windenseil wieder möglich war. Der Münchner wurde anschließend in die Unfallklinik geflogen. Insgesamt waren 14 Einsatzkräfte der Bergwacht Oberau, unterstützt durch die Christoph-Murnau-Mannschaft, rund viereinhalb Stunden gefordert.
roy 

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