Wilder Schutthaufen: Die Überreste des Häuschens dürfen endlich weggeräumt werden. Das soll bis Ende des Jahres passieren.
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Wilder Schutthaufen: Die Überreste des Häuschens dürfen endlich weggeräumt werden. Das soll bis Ende des Jahres passieren.

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Eschenloher Brandruine: Jetzt ist die Bahn am Zug

  • Josef Hornsteiner
    VonJosef Hornsteiner
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Das Bahnwärterhäuschen in Eschenlohe ist im November 2020 abgebrannt. Die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen wegen Brandstiftung eingestellt. Jetzt darf die Deutsche Bahn als Grundstückseigentümer aufräumen - noch bis Ende des Jahres soll das passieren.

Eschenlohe – Ein bisschen Staunen muss Anton Kölbl (CSU) schon. „Irgendwie scheint mir der Haufen immer größer zu werden“, sagt der Eschenloher Bürgermeister stirnrunzelnd. Kann natürlich auch ein subjektiver Eindruck sein. Sicher ist aber, dass der Schutthaufen, der seit November 2020 zwischen Bahngleis, Bundesstraße und Autobahn bei Eschenlohe quasi auf dem Präsentierteller liegt, ein unansehnliches Fleckchen ist. Jetzt trudelte endlich die langersehnte Abbruchgenehmigung ein. Die Deutsche Bahn darf nach Abschluss der Ermittlungen die Ruine auf ihrem Gelände entfernen. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat den Genehmigungsbescheid ausgestellt.

In der Nacht zum 26. November 2020 war das kleine Bahnwärterhäuschen bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Feuerwehr mit rund 70 Ehrenamtlichen konnte das Gebäude trotz aller Bemühungen nicht mehr retten. Noch am Morgen schwelte der Brand vor sich hin. Durch Funkenflug im hölzernen Dachbereich hatte sich das Feuer immer wieder neu entfacht. Die Polizei geht von einem Schaden im vier- bis fünfstelligen Bereich aus.

Kripo nahm Ermittlungen auf - keine Hinweise auf Brandstiftung entdeckt

Die Brandfahnder der Kriminalpolizei Weilheim nahmen die Ermittlungen auf, da sie Brandstiftung vermuteten. Es folgte eine Anzeige gegen Unbekannt. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte damals Alexander Huber von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern. Für die Spezialisten war es eine harte und lange Arbeit, in den verkohlten Überresten aufschlussreiche Hinweise zu finden.

Lichterloh brennt das Bahnwärterhäuschen bei Eschenlohe im November 2020. 

Nun sind die Ermittlungen abgeschlossen – „beziehungsweise eingestellt“, teilt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München mit. Die Brandursache war trotz intensiver Suche nicht eindeutig zu klären. „Es ist ein Fremdverschulden nicht auszuschließen. Ein technischer Auslöser aber auch nicht.“ Denn die Beamten haben mindestens ein defektes Kabel in den Trümmern gefunden, das eventuell für das Feuer verantwortlich sein könnte.

Wie auch immer – Kölbl ist einfach nur froh, dass niemand durch die Feuersbrunst verletzt wurde. Und natürlich, dass nun in absehbarer Zeit der verkohlte Haufen an Steinen, Gehölz, Schutt und Asche nach Abschluss der Ermittlungen aufgeräumt werden darf. Schließlich ist er von der Bahn sowie von den Straßen aus gut sichtbar. Kein schönes Bild.

Wann die Deutsche Bahn das Gelände in Angriff nimmt? „Bis Ende des Jahres“, teilt ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Und da bereits das bisherige Gebäude bis zu seinem Brand nicht mehr „bahnbetriebsnotwendig“ war, „wird es auch kein neues Gebäude mehr geben.“

Es war nicht der erste Brand in Eschenlohe. Im Januar stand ein Stadel an der Loisachstraße lichterloh in Flammen.

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