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Immer wieder ein Ärgernis: Verspätungen bei der Deutschen Bahn.

Unmut bei Eschenloher Pendler

Schienen-Schäden führen zu Verspätungen

Wer öfters mit dem Zug zwischen Garmisch-Partenkirchen und Murnau fährt, dem kann es nicht entgangen sein: Bei Eschenlohe ist die Bahn schon seit rund zwei Wochen im Schneckentempo unterwegs – sehr zum Leidwesen eines Eschenloher Pendlers.

Eschenlohe – Michael Friedel pendelt jeden Tag mit der Bahn von Eschenlohe nach München. Doch es gibt ein Problem. „Seit rund zwei Wochen (vielleicht auch schon etwas länger) haben die Züge in beide Richtungen täglich zwischen zehn und 30 Minuten Verspätung“, beklagt der Eschenloher.

Auf der Internet-Seite der Deutschen Bahn (DB) steht bereits seit Tagen: „Durch eine Störung am Gleis kommt es zwischen Weilheim und Garmisch-Partenkirchen zu Verzögerungen. Es kommt zur Zeit zu 15 bis 20 Minuten Verspätung.“ 

Zug hat eine Dreiviertelstunde Verspätung

Kürzlich wollte Friedel mit dem Zug nach Innsbruck fahren. Um sicherzugehen, dass er in Garmisch-Partenkirchen den Anschlusszug nach Innsbruck um 8.02 Uhr erreicht, fuhr er extra mit dem Auto zum Garmisch-Partenkirchner Bahnhof. „Dies hat sich als die richtige Entscheidung herausgestellt, da ich ansonsten den Anschlusszug wegen der Verspätung des Zuges aus München nicht erreicht hätte.“ Am Montag, 11. November, kam der Zug aus Garmisch-Partenkirchen laut Friedel morgens um 6.36 Uhr in Eschenlohe mit rund 30 Minuten Verspätung an. „Bis München summierte sich die Verspätung auf eine Dreiviertelstunde. Auf meine wiederholte Nachfrage bei den Zugbegleitern, bis wann denn mit einer Behebung der Gleisstörung zu rechnen ist, bekam ich als Antworten: ,Das weiß ich nicht‘ oder ,Ich werde Ihnen doch keine Interna verraten‘.“ Friedel ist von den Verspätungen genervt, spricht von „untragbaren Zuständen“.

Kleinere Schäden an den Schienen

Ein Bahnsprecher nennt den Grund: „Bei einer routinemäßigen Fahrt eines Gleismesszuges am 31. Oktober wurden im Streckenabschnitt zwischen Eschenlohe und Oberau kleinere Schäden an den Schienen festgestellt.“ Als Vorsichtsmaßnahme habe die DB die Geschwindigkeit auf rund 600 Metern Länge auf 20 Stundenkilometer reduziert. Die Schienen werden nach Angaben des Sprechers bis zum Morgen des 22. November ausgetauscht, so dass die Züge an diesem Tag ab dem Betriebsbeginn wieder mit normaler Geschwindigkeit fahren können.

Züge fallen aus

Pendler müssen sich auf Änderungen bei ihren Zugfahrten nach München und zurück einstellen. Denn wegen Bauarbeiten kommt es von Montag, 18. November, bis Sonntag, 1. Dezember, zu abweichenden Fahrzeiten zwischen München Hauptbahnhof und Pasing. Teilweise fallen Züge aus. Die Deutsche Bahn empfiehlt bei wichtigen Terminen, die Reise nach Möglichkeit früher anzutreten. Fahrgäste, die von Zugausfällen betroffen sind, sollten die S-Bahn nehmen. Alle Informationen zu dieser Baustelle finden Pendler im Internet unter https://bit.ly/2qTntKg.  

Roland Lory

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