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Mit den Planungen für das Planfeststellungsverfahren beschäftigt: Eschenlohes Bürgermeister Anton Kölbl im Februar 2019. 

Auflagen liegen der Autobahndirektion noch nicht vor

Fortschritt beim Auerbergtunnel: Die Genehmigung ist auf dem Weg

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Das Projekt Auerbergtunnel findet sich nur im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans wieder, besitzt also keine Priorität. Das muss aber nichts heißen. 

Eschenlohe – Grünes Licht für das nächste Mega-Verkehrsprojekt in der Region: Die Regierung von Oberbayern hat ganz aktuell die Genehmigung für den Auerbertunnel bei Eschenlohe verschickt. „Das wurde uns heute mitgeteilt“, bestätigte Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, am Dienstag auf Tagblatt-Anfrage. Der Planfeststellungsbeschluss sei versandt, aber in seinem Haus noch nicht eingetroffen. Folglich bleiben die Auflagen und Bedingungen noch im Dunkeln, an die die Genehmigung des mehr als 100 Millionen Euro teuren Projekts geknüpft ist. Zwei 1,9 Kilometer lange Tunnel sind Teil des geplanten vierspurigen Ausbaus der B2 zwischen dem Nadelöhr Autobahnende Eschenlohe und Oberau. Das Projekt findet sich nur im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans wieder, besitzt also keine Priorität. Das muss aber kein Hinderungsgrund sein, wenn Baurecht und das benötigte Geld vorliegen.

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Im ersten Bauabschnitt soll die – vergleichsweise günstige – Autobahn-Halbanschlussstelle bei Weghaus samt Begleitstraßen verwirklicht werden. Das Paket ermöglicht die Schließung der maroden Eschenloher Tunnel. Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) zeigt sich „froh, dass die Sache durch ist“ – auch wenn er ebenfalls noch keine Details kennt. Seebacher geht davon aus, dass man, was Weghaus betrifft, im Jahr 2020 oder 2021 „in den Bau richtig einsteigen kann“ – falls die Auflagen keine weiteren zeitlichen Einschränkungen mit sich bringen, das nötige Geld zur Verfügung steht und niemand gegen die Genehmigung vor Gericht zieht. Seebacher zeigt sich „sehr zuversichtlich“, dass Klagen ausbleiben. Momentan werde das Projekt „organisatorisch vorbereitet“. Die Realisierung der Halbanschlussstelle wurde vom eigentlichen Auerbergtunnel, dem zweiten Bauabschnitt, entkoppelt, dessen Umsetzung Zukunftsmusik sein dürfte. Aus der Region werden nach Angaben Seebachers nachhaltig Stimmen laut, die fordern, dass zunächst die Tunnel bei Garmisch-Partenkirchen fertiggestellt oder weit fortgeschritten sein müssten, bevor man das nächste Mega-Projekt anpackt. 

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