Wanderparkplatz mit Parkautomat
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Ohne Ticket kein Parken: Die Gemeinde Eschenlohe erhebt künftig Gebühren.

Parkautomaten an neuralgischen Stellen

Eschenlohe greift durch: Ausflügler werden zur Kasse gebeten

  • vonOliver Rabuser
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Ausflügler werden in Eschenlohe zur Kasse gebeten: Man möchte die Fahrzeuge von Wanderern und Radlern mit finanziellem Druck aus dem Ortskern herausleiten.

  • Mit der Einführung von Parkgebühren in Erholungsgebieten will die Gemeinde Eschenlohe Ausflügler zur Kasse bitten.
  • Ein erstes Gerät wird aktuell für einen Testbetrieb angeschafft.
  • Nicht nur Radler und Wanderer - auch im Winter will man Tagesgäste belangen.

Eschenlohe – Mit der Einführung von Parkgebühren an Wander- und Erholungsstätten sorgt der Gemeinderat Eschenlohe für eine weitreichende Neuerung. Doch nicht nur die Umsetzung des Projekts, auch die Höhe der Gebühren wurde nun in der jüngsten Sitzung kontrovers diskutiert. Klar ist: Man möchte die Fahrzeuge von Wanderern, Radlern und Tagesausflüglern mit finanziellem Druck aus dem Ortskern herausleiten. Tendenziell hin zu den Parkplätzen an der Autobahnausfahrt, die gegebenenfalls noch erweitert werden können.

Eschenlohe greift bei Ausflüglern durch - doch erst einmal muss eine Satzung her

Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) wies darauf hin, dass für die Neuerungen zunächst einmal eine Satzung nötig sei. Unstrittig war in der Sitzung auch, dass man sich in strukturellen Belangen an der Beschlussfassung der Nachbargemeinde Ohlstadt orientieren sollte. „Wenn wir billiger sind, werden wir vielleicht als Discount-Modell angesehen“, sagte Thomas Oswald (Freie Wähler) mit Augenzwinkern.

Eschenlohe greift bei Ausflüglern durch: Erster Parkautomat für Testbetrieb bestellt

Aktuell wird ein Parkautomat für den Testbetrieb an der Schellenbergstraße, Ausgangspunkt zu Krottenkopf und Hohe Kiste, angeschafft. Weitere sollen bald folgen. Die Lieferung des Probeexemplars wurde noch für dieses Jahr zugesagt. Anders als in Ohlstadt wird dem Eschenloher Modell die Option des Bezahlens mittels Karte hinzugefügt. Dies sei nach ersten Erfahrungen „unabdingbar“, betonte Kämmerer Martin Kratz. Auch ein Nachrüsten auf mobiles Bezahlen sei denkbar. Es müsse aber noch geprüft werden, ob an den Aufstellpunkten ausreichend Handynetz verfügbar ist.

Ausflügler müssen bezahlen: Auch für Wintersportler sollen Gebühren erhoben werden

Letztlich einigten sich die Gemeinderäte auf eine Gebühr von fünf Euro pro Tag und eine Zeitspanne von drei aufeinanderfolgenden Tagen als maximale Parkdauer. Für das ganze Jahr werden 100 Euro fällig. Damit setzt Eschenlohe 20 Euro mehr an als Ohlstadt. Allerdings im Wissen, dass die Nachbarn bestrebt sind, die „Saisonkarte“ nach dem Premierenjahr ebenfalls in eine „Jahreskarte“ umzuwandeln. Eine „mobiler Sockel“ für die Geräte soll mehr Flexibilität garantieren, sodass die Automaten im Winter an die Langlaufloipe umgesetzt werden können.

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