Polizisten in Warnwesten und mit Mundschutz stehen rechts an einem schwarzen Kleinbus, weitere weiter hinten neben einem Flixbus. Die Insassen sind ausgestiegen. 
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Bitte aussteigen: Hier werden die Passagiere eines Busses von den Beamten überprüft.

Großkontrolle am Autobahnende der A98

Polizei kontrolliert 285 Personen und 147 Fahrzeuge: Falscher Urin und Drogenmissbrauch

Über Stunden haben 50 Beamte am Autobahnende bei Eschenlohe Auto-, Bus- und LKW-Fahrer kontrolliert. Insgesamt 285 Personen und 147 Fahrzeuge. Ein Bus-Insasse war dabei auf besondere Weise auf eine Drogenkontrolle vorbereitet.

Eschenlohe – Dass es sich am Ende der A 95 bei Eschenlohe an schönen Tagen in der Früh staut, scheint mittlerweile zur Normalität zu gehören. Am Mittwoch kam eine groß angelegte Verkehrskontrolle der Grenzpolizei Murnau und der Bereitschaftspolizei München in beiden Fahrtrichtungen hinzu. Die rund 50 Beamten hatten gut zu tun. Über Stunden hinweg überprüften sie 285 Personen und 147 Fahrzeuge.

Unter anderem konnten Delikte wie mehrfacher Drogenmissbrauch, Missbrauch einer Rettungsgasse zum schnelleren Vorankommen und Verstöße gegen die Anschnallpflicht festgestellt werden. Für einen Fahrzeuglenker musste sogar aufgrund von Drogenkonsum eine Blutentnahme in der Unfallklinik Murnau angeordnet werden.

Polizei zeigt sich mit Ergebnis der Kontrollen zufrieden

Mit zu den Höhepunkten zählte der Fund von „Fake-Urin“, also falschem Urin. Ein 28-jähriger Bus-Passagier hatte Beutel dabei, die mit dieser Flüssigkeit gefüllt waren, um sich bei einem Drogentest damit durchzuschummeln. Der „Fake-Urin“ wurde ihm abgenommen, die Führerscheinstelle informiert.

Thomas Haberger, Leiter der Grenzpolizei Murnau, und sein Kollege Markus Wagner von der Fahndungsgruppe zeigten sich zufrieden mit der Kontrolle. Die meiste Zeit arbeiten die Grenzpolizisten im Verborgenen – zivil gekleidet, in zivilen Fahrzeugen und daher sehr effektiv. Vieles, was sie leisten, wird nicht veröffentlicht, zum einen aus ermittlungstaktischen Gründen, und weil die Kriminalpolizei meist noch weitere Ermittlungen folgen lässt.

Dominik Bartl

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