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Daro bei der Arbeit: Der Rauschgifthund durchsucht mit seinem Führer von der Polizei Murnau das Fahrzeug.

Großkontrolle der Polizei am Autobahnende

Wanderer mit Marihuana im Gepäck

24 Pkw, einen Lkw und 57 Personen hat die Polizei im Rahmen einer Großkontrolle am Autobahnende der A95 in Richtung Oberau kontrolliert. Dabei entdeckten die Beamtem 20 bis 30 Gramm Marihuana. 

Eschenlohe – Vier Männer im Alter zwischen 20 und 24 Jahren aus dem Landkreis Miesbach hatten auf dem Weg in einen fröhlichen Wanderurlaub Drogen dabei. Dass sie mit dieser Marschverpflegung bei Eschenlohe der Polizeiinspektion Fahndung Weilheim ins Netz gehen, damit hatten sie sicher nicht gerechnet. Bei einer mehrstündigen Kontrolle am Ende der Autobahn A 95 in Richtung Oberau wurden laut einer Pressemeldung der Polizei am Donnerstag 24 Pkw, ein Lkw und 57 Personen überprüft.

Die vier jungen Männer wirkten dabei besonders nervös. Zudem fiel den Fahndern ein einschlägiger Duft auf, der das Auto durchströmte. Die Insassen wurden gebeten, einzeln auszusteigen. Unter einem 24-Jährigen tauchte ein Tütchen mit Marihuana auf. Nun wurden sowohl die Personen als auch das Gepäck intensiv durchsucht. Bei dem 21-jährigen Fahrer fanden die Beamten im Rucksack ein weiteres Päckchen der Droge. Insgesamt belief sich die Menge auf etwa 20 bis 30 Gramm.

Rauschgifthund Daro im Einsatz

Um auszuschließen, dass sich nicht noch weiteres Rauschgift im Fahrzeug oder Gepäck befindet, sollten schwerere Geschütze aufgefahren werden. Rauschgifthund Daro musste her. Dieser wurde bei den Operativen Ergänzungsdiensten Murnau angefordert und traf kurze Zeit später ein. „Der Daro hat die Durchsuchung sehr erfahren durchgezogen“, teilte die Polizei in Weilheim dem Tagblatt mit. Zusammen mit seinem Hundeführer, suchte der Diensthund das Auto und die Habseligkeiten akribisch ab. Weitere Substanzen kamen dabei allerdings nicht zu Tage. Die bereits gefundenen Drogen wurden beschlagnahmt. Die vier Männer konnten ihre Sachen wieder einladen und durften die Reise in den Urlaub fortsetzten. Auf sie kommt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu.

Immer wieder macht die Polizei solche Kontrollen an Bahnhöfen oder Autobahnen, um Rauschgiftsündern auf die Schliche zu kommen. Doch der Einsatz eines Drogenspürhundes bleibt etwas Besonderes.

Christopher Schüttler

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