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Endlich: Der Mobilfunkmast, der im Bild gerade bei Eschenlohe errichtet wird, steht.

Projekt läuft im fünften Jahr - nun ist ein Ende in Sicht

Mobilfunk: Eschenloher Pannen-Mast steht - nur die Technik fehlt noch

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Erst soff ein Fundament am Rande des Naturschutzgebiets Murnauer Moos ab, dann versackte eine große Bohrmaschine. Im fünften Jahr hat’s geklappt: Seit kurzem steht der Mast nahe der Autobahn bei Eschenlohe, der dem Dorf eine bessere Mobilfunkabdeckung bescheren soll. Bis die neue Technik in Betrieb geht, dauert es allerdings noch.

Eschenlohe – Der Eiffelturm in Paris, rund 300 Meter hoch, war 1889 nach rund 26 Monaten Bauzeit vollendet.

Die Errichtung des Stahlrohrgittermasts bei Eschenlohe, in etwa ein Zehntel so groß und damit im Gegensatz zum französischen Wahrzeichen ein Mini-Werk, zog sich im Vergleich dazu schier endlos. Ursprünglich hätte die Anlage am Rand des Naturschutzgebiets Murnauer Moos vor dem G7-Gipfel 2015 in Elmau in Betrieb gehen sollen. Doch das vereitelten Pannen. Nun ist es vollbracht: Der Mast, auf den viele Eschenloher seit langem warten, weil er wohl die mitunter miserable Mobilfunkversorgung im Dorf verbessern wird, steht.

Aufatmen können die Funkloch-Betroffenen allerdings noch nicht. Die Anlage werde frühestens im ersten Quartal 2020 in Betrieb gehen, erklärt ein Vertreter der zuständigen Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), die Masten errichtet, betreibt und vermarktet. Zwar seien bereits Antennen installiert, doch es werde noch etwa ein halbes Jahr dauern, bis die komplette Technik eingebaut sei. Noch fehlt eine Verkabelung mit der Systemtechnik, die „der Anbieter vor Ort bereitstellen“ müsse. Im ersten Schritt wird die Telekom den Mast nutzen. Der DFMG-Mitarbeiter hält es allerdings für wahrscheinlich, dass andere Netzbetreiber folgen werden.

Noch ein halbes Jahr Geduld? Darauf kommt es Eschenlohes Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) nicht mehr an. „Hauptsache, der Mast steht und es geht etwas voran“, sagt Kölbl. Seit Jahren klopften Eschenloher bei ihm an, hakten nach, wann es denn endlich etwas werde mit dem besseren Handy-Empfang. Zuletzt erreichten ihn mehrfach Nachrichten mit Fotos vom neuen Mast – inklusive „Daumen hoch“-Emoticon: „Die Leute nehmen sehr großen Anteil daran, dass die Anlage bald läuft.“ Vor allem aus den Gewerbegebieten kamen häufig Klagen. Unternehmer müssen zum Telefonieren mit ihrem Smartphone teilweise vor die Tür gehen. Für Rat- und Feuerwehrhaus, sagt Kommandant Franz Steffl, habe man kleine Verstärker angeschafft. „Aber das haut auch nicht zu 100 Prozent hin.“ Betroffen sind vor allem der Norden und der Westen der Gemeinde.

Dabei hätte der miserable Empfang schon 2015 der Vergangenheit angehören sollen. Doch die DFMG war im Moos zweimal klassisch baden gegangen. Zuerst waren Fundamente für die Anlage im Moos abgesoffen, es folgten Rechtsstreitigkeiten. 2018 erlebte man den nächsten Schlag ins Wasser. Das alte, abgesackte Fundament war mittlerweile mit Spezialgerät entfernt, die Baugrube mit Kies verfüllt worden, um den Bereich wieder befahrbar zu machen. Ein Groß-Bohrgerät sollte ins Moos geschafft werden, um bis zum festen Untergrund vordringen zu können. Doch dazu kam es nicht – weil die mächtige Maschine ebenfalls versackte, noch bevor sie ins Baufeld gelangt war.

Nun steht der Mast. 25 Meter tief reichen nach Angaben der DFMG die Betonpfähle in den Boden, die das Fundament tragen. Kölbl meint: All den Ärger hätte man sich sparen können, wäre mit Einheimischen gesprochen worden: „In Eschenlohe weiß jeder, dass der Boden moosig ist.“

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