Im Norden ist schon Platz gemacht: An der B2 wird ein großer Teil der Baustelle für den Auerbergtunnel eingerichtet.
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Im Norden ist schon Platz gemacht: An der B2 wird ein großer Teil der Baustelle für den Auerbergtunnel eingerichtet.

Spatenstich vielleicht schon im August

„Tolles Ostergeschenk“: Bau des Auerbergtunnels noch 2021 - Dobrindt macht sich für weiteres Großprojekt stark

  • Christian Fellner
    vonChristian Fellner
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Er kommt. Womöglich schneller als gedacht. Wie Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt mitteilt, soll der Startschuss für den Auerbergtunnel noch in diesem Jahr fallen.

Landkreis – Der Auerbergtunnel wird teurer, aber er wird. Das ist die neueste Nachricht zum nächsten Megaverkehrsprojekt im Landkreis. Hatte Alexander Dobrindt zuletzt seinen CSU-Kollegen bei der Kreisversammlung in Garmisch-Partenkirchen per Videoansprache noch versprochen, sich weiterhin mit Nachdruck für die Realisierung der großen Verkehrsentlastung für das Loisachtal einzusetzen, so hat er nun schon die nächste frohe Botschaft – nicht nur für seine Parteikollegen.

Denn: Der Bau des Auerbergtunnels samt vierspurigem Ausbau der Bundesstraße 2 neu zwischen Eschenlohe und Oberau Nord wird noch in diesem Jahr starten. „Im September“, konkretisiert der Bundestagsabgeordnete. Und das trotz der erheblichen Kostensteigerung des Gesamtvorhabens auf derzeit rund 170 Millionen Euro, die Anfang März aufgekommen ist.

Mehrkosten kein Hinderungsgrund

Direkt nach dem Bekanntwerden der neuen Kostenschätzungen für das Projekt setzte sich Dobrindt mit den beteiligten Ministerien aus den Ressorts Verkehr und Finanzen in Verbindung. Das Ziel: Die Mehrkosten dürfen kein Hinderungsgrund sein. Das hat der CSU-Spitzenpolitiker auch erreicht. Schon im August rechnet Dobrindt gar mit einem symbolischen ersten Spatenstich für den Auerberg. „Das sind großartige Neuigkeiten für die Verkehrsentlastung in Garmisch-Partenkirchen und der Region“, urteilt der Peißenberger, der erst am Samstag in seinem Heimatort wieder als CSU-Kandidat für die Bundestagswahl – ebenfalls im September – nominiert worden ist.

Dobrindt nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch bei der Autobahn GmbH, die den Tunnelbau sowie die Errichtung der Halbanschlussstelle Weghaus nördlich von Eschenlohe nun umsetzt, hat man auf ihn vertraut. Denn die Rodungen im Bereich der B2 südlich des Autobahnendes sind bereits getätigt – und abgeschlossen. Letztlich ein klares Startsignal. „Das ist schon ein bisschen im guten Glauben passiert, dass ich das durchbringe.“ Nun gibt es grünes Licht – und sogar diesen ersten Termin. „Das ist schon super.“

Wanktunnel gerät nicht ins Abseits

Denn in der Bevölkerung waren in den vergangenen Wochen und Monaten durchaus Spekulationen aufgekommen, ob die Tunnelprojekte durch die hohen Kosten der Corona-Pandemie noch ernsthaft verfolgt würden. „Das ist mir klar“, betont Dobrindt. Umso mehr freut es ihn, in dieser Angelegenheit Klarheit zu schaffen. „Das ist ein tolles Ostergeschenk für uns alle.“

Aus den Augen verliert er auch den Wanktunnel nicht. Dass die Autobahn GmbH nun das Projekt Auerberg plant, obwohl es eigentlich in den Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts in Weilheim fallen würde, sorgt für Zuversicht. „Dadurch sind in Weilheim deutlich mehr Kapazitäten für den Wank vorhanden.“ Die Vorarbeiten laufen weiterhin. Termine können die Experten für dieses Bauwerk aber noch nicht nennen.

Anders beim Auerberg. Da hat die Autobahn GmbH nun sogar schon weitere Schritte zumindest zeitlich eingeordnet: Tunnel: Baubeginn Voreinschnitt Süd im September 2021 (Spatenstich August); Tunnelrohbau voraussichtlich ab Ende 2023; Verkehrsfreigabe Ende 2027/Anfang 2028; Anschluss Weghaus: Bau bis Ende 2021; Staatsstraßenverlegung Eschenlohe: Freigabe Ende 2022.

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