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Die Eschenloher lieben die fünfte Jahreszeit: Vor zwei Jahren organisierte die Jugend ein Faschingstreiben in der Dorfmitte. Heuer soll es wieder einen großen Umzug geben.  

Spektakel zum Faschingsendspurt

Vereine planen Gaudiwurm durch Eschenlohe 

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Fasching spielt hier in der Region keine große Rolle? Mag sein. Aber fest steht: In Eschenlohe geht es am Sonntag, 11. Februar, richtig rund. Dann lassen nämlich Trachten- und Burschenverein eine Tradition wiederaufleben und stellen einen bunten Maschkera-Umzug auf die Beine.

Eschenlohe – Der Gaudiwurm war lange Zeit eine feste Institution in Eschenlohe: Alle zwei Jahre – im Wechsel mit Ohlstadt – übernahmen dann die Narren das Kommando und zogen mit ihren kunterbunten Wagen durch den beschaulichen Ort an der Loisach. Doch das publikumsträchtige Spektakel, für das immer der Trachtenverein zuständig war, schlief ein: Vor zwei Jahren veranstaltete die Jugend als kleine Alternative nur noch ein Faschingstreiben auf dem Dorfplatz.

Den Sonntag, 11. Februar, können sich alle Narren ganz dick im Kalender anstreichen: Dann nämlich gibt es in Eschenlohe zum Endspurt der fünften Jahreszeit wieder einen richtigen Gaudiwurm. Es ist heuer der einzige dieser Art im Staffelsee-Raum. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf vollen Touren. Hinter den Kulissen ziehen zwei Gruppen die Fäden: der Trachten- und der Burschenverein. Ende des vergangenen Jahres wurde die Idee geboren, das Hochfest der Maschkera in Form einer Gemeinschaftsaktion wiederzubeleben. Es wäre jammerschade, meint Tobias Tietz, Chef der Burschen, wenn es den Umzug nicht mehr geben würde. „Das ist immer eine Gaudi.“ Er schätzt, dass diese Tradition in seiner Heimatgemeinde um die 60 Jahre alt ist.

Die Organisation des Ganzen ist freilich aufwändig. Zum Beispiel müssen jede Menge Sicherheitsauflagen beachtet und erfüllt werden. Aber mit vereinten Kräften sei dies alles zu schaffen, meint Johann Demmel, Vorsitzender der Trachtler. „Zu zweit ist es nicht soviel Arbeit wie allein.“ Die Arbeitsaufteilung sieht wie folgt aus: Die Trachtler kümmern sich um den Umzug, die Burschen um die Party, die im Anschluss in einem Zelt auf dem Dorfplatz steigen soll.

Das Programm steht: Der Gaudiwurm setzt sich um 14 Uhr in Bewegung – vom Bahnhof über die Loisachbrücke zur Walchenseestraße und von dort zurück zum Dorfplatz. Demmel rechnet mit etwa 20 Festwagen, rund 200 Teilnehmern und um die 1000 Zuschauern. Interessenten, die mitfahren oder mitmarschieren wollen, können sich noch melden. Ein Motto gibt es nicht. Bekanntlich wird aber die Plattform gerne genutzt, um sich über aktuelle Themen lustig zu machen. Demmel lässt sich nicht in die Karten schauen. Aber ein Beispiel aus der Lokalpolitik verrät er dann doch: So soll unter anderem der Oberauer Tunnelbau vorkommen. Bemerkenswert: Die Eschenloher haben sogar einen Hofstaat, der von Prinz Martin und seiner Prinzessin Martha angeführt wird. Die Garde wird an dem Tag mehrmals Tänze aufführen.

Das kommende Faschingsfinale hat in Murnau und Umgebung einiges zu bieten: Neben dem besagten Eschenloher Umzug finden zum Beispiel am Samstag, 10. Februar, im Seehauser Zentrum das Gaudirennen „Fiesta Mexicana“ (ab 14 Uhr) und am Sonntag, 11. Februar, im Murnauer Ortskern das traditionelle Fosnochtstreiben der Schellenrührer (ab 14 Uhr) statt.

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