1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen
  4. Eschenlohe

Weiteres Puzzleteil für Großprojekt: Arbeiten für neue Staatsstraße gestartet - Entlastung für Eschenlohe

Erstellt:

Von: Alexander Kraus

Kommentare

Am Autobahnende bei Eschenlohe stehen Maschinen. Die Arbeiten für den Bau der neuen Staatsstraße 2060 haben begonnen.
Am Autobahnende bei Eschenlohe stehen Maschinen. Die Arbeiten für den Bau der neuen Staatsstraße 2060 haben begonnen.  © Dominik Bartl

Das Projekt soll Eschenlohe entlasten. Nun sind die Arbeiten für den Bau der neuen Staatsstraße, die parallel zur Autobahn angelegt wird, angelaufen. Mitte 2023 soll die Route fertiggestellt sein.

Eschenlohe – Mit dem Neubau der Staatsstraße 2060 entsteht ein weiteres Puzzleteil für das Großprojekt „Eschenlohe-Oberau-Nord mit Auerbergtunnel“. Dies gibt die Autobahn Südbayern in einer Pressemitteilung bekannt. Mittlerweile haben die Arbeiten für die Straße begonnen, die von Eschenlohe nach Oberau führt. „Mit der Verlegung der Staatsstraße geht auch die Sperrung der sogenannten ,Olympia-Tunnel’ einher und der Rückbau der B2 in diesem Bereich“, verdeutlicht Katharina Holzapfel, Sprecherin der Autobahn GmbH des Bundes (Niederlassung Südbayern).

Streckenführung wird angepasst

Vergangene Woche waren die Mitarbeiter der Autobahn GmbH auf Höhe der Höllensteinstraße mit Erdbauarbeiten beschäftigt. „Diese dienen vorbereitend unter anderem für den Bau der Entwässerungseinrichtungen sowie für den Bau der späteren Strecke“, sagt Holzapfel. Die Staatsstraße 2060 wird voraussichtlich Mitte 2023 für den Verkehr freigegeben. Die Autobahn A 95 München-Garmisch-Partenkirchen mit dem Ende bei Eschenlohe bleibt bestehen. Mit Fertigstellung des Auerbergtunnels – voraussichtlich im Jahr 2028 – wird die Streckenführung am Autobahnende für eine optimale Einfahrt in die neue Überführung leicht angepasst.

„Mit dem Neubau der Halbanschlussstelle Weghaus, die bereits Ende November 2021 für den Verkehr freigegeben wurde, soll ebenso wie mit dem vierstreifigen Ausbau der B 2 zwischen Eschenlohe und Garmisch-Partenkirchen der Verkehrsfluss im Loisachtal verbessert und die anliegenden Gemeinden entlastet werden“, erklärt die Sprecherin. Bereits im vergangenen Jahr begann man damit, die Autobahnunterführung an der Gemeindeverbindungsstraße Höllensteinstraße zu verbreitern, da der Verkehr der neuen Staatsstraße ebenfalls über diese Brücke geleitet werden soll.

Tunnel werden geschlossen

Die Verlegung der Staatsstraße ist letztlich ein weiterer Schritt auf dem Weg zur geplanten dauerhaften Schließung der maroden Olympiatunnel entlang der B 2 und zur Verkehrsentlastung von Eschenlohe. Denn Fahrzeuge wie landwirtschaftliche Geräte, Baumaschinen und Großgeräte dür-fen die Autobahn nicht benutzen. Ferner stellen die Tunnel für viele Fahrzeuge ein Hindernis dar – wegen der Höhe und Breite. Somit fließt der Verkehr durch Eschenlohe. Laster mit Baukränen im Schlepptau winden sich im Ort um die engen Kurven. Für die Gemeinde keine schöne Sache. Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) zeigte sich bereits im Juni überzeugt: Erst wenn die B 2 auf die neue Staatsstraße verlegt ist, wird es eine Entlastung für seinen Ort bringen.

Der Beginn der Arbeiten für die neue Staatsstraße bringt zunächst keine Einschränkungen mit sich. Es wird jedoch später Behinderungen sowie geänderte Verkehrsführungen geben.

Auch interessant: Spatenstich für Auerbergtunnel

Auch interessant

Kommentare