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Stolz auf das Fundstück sind (v.l.) Dr. Richard Loibl; Dr. Margot Hamm; Prof. Dr. Rupert Gebhard.

Das älteste Objekt der Landesausstellung 2018

3000 Jahre alter keltischer Einbaum aus dem Starnberger See präsentiert

Vorgeschmack auf ein altes Stück Geschichte: Im Kloster Ettal wurde ein Einbaum präsentiert, der aus der Zeit um 900 vor Christus stammen soll. Die Öffentlichkeit bekommt ihn bei der Landesausstellung zu sehen.

Ettal  - Ein 3000 Jahre alter keltischer Einbaum wird das zentrale und älteste Objekt der bayerischen Landesausstellung 2018. Das über 13 Meter lange und gut zwei Tonnen schwere Gefährt, das noch nie öffentlich zu sehen war, wurde am Donnerstag im Kloster Ettal präsentiert. Es handele sich aufgrund seiner ungewöhnlichen Form und Länge vermutlich um ein kultisches Wasserfahrzeug, teilte das Haus der Bayerischen Geschichte bei der Vorstellung mit. Die Öffentlichkeit bekommt den Einbaum erstmals im Mai bei der Landesausstellung zu sehen, die um den Einbaum herum entstehen soll. Das Motto der Ausstellung lautet: „Wald, Gebirg und Königstraum - Mythos Bayern“.

Der Einbaum war in den 1980er Jahren vor der Roseninsel im Starnberger See gefunden worden. Die Bergung dauerte von 1987 bis 1990. Danach wurde er über Jahrzehnte sorgfältig konserviert. Er stammt nach Untersuchungen unter anderem anhand der Jahresringe des Holzes aus der Zeit 900 vor Christus.

Allein der Transport des außergewöhnlichen Exponats habe durch den hohen Aufwand neue Maßstäbe gesetzt, sagte Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte. „Der Prozess der Einbringung war so spektakulär, dass wir ihn in einer eigenen Produktion filmisch festgehalten haben.“

Die Landesausstellung (3. Mai bis 4. November 2018) will den „Mythos Bayern“ beleuchten. Dabei spielen der Wald, die Berge und auch der „Märchenkönig“ Ludwig II. eine wichtige Rolle. Im oberbayerischen Ettal verbinden sich diese Elemente: Auf rund 1500 Quadratmetern werden in den historischen Innenräumen des Klosters Exponate ausgestellt; im Außenbereich wird der Klostergarten neu belebt. Unter anderem soll ein eigens gebauter Pavillon an König Ludwig II. erinnern.

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