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Zum obligatorischen Gruppenbild vor der Klosterpforte stellten sich die Absolventen des Ettaler Gymnasiums nach dem Schlussgottesdienst auf. 

Zwischen Abschiedsschmerz und Freude

Abitur in Ettal: Ein Viertel erreicht Schnitt zwischen 1,0 und 2,0 

Geschafft: 39 Schüler des Benediktinergymnasiums haben ihr Abitur bestanden. Und sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen.

Ettal – „In fine initium – Im Ende liegt der Anfang“: Diese lateinischen Worte haben die frischgebackenen Abiturienten des Benediktinergymnasiums Ettal zu ihrem Wahlspruch erkoren. Kein Wunder also, dass die Gefühle der Absolventen an ihrem großen Tag zwischen Abschiedsschmerz und Freude auf den Start in ein neues Leben schwankten. „Ihr seid nun im wahrsten Sinne ‚abituri‘, also Menschen, die weggehen werden oder wollen. Ihr verlasst einen ziemlich geschützten, manchmal sogar heimeligen Bereich“ – so formulierte es Schulleiter Hubert Hering bei der Verabschiedung.

Und so haben es offenbar auch die Schüler erlebt. „Es gab Erfolge und Rückschläge, das alltägliche Chaos im Klassenzimmer und tolle Fahrten“, fasste Abi-Sprecher Kilian Greinwald die zwei Seiten der Medaille zusammen. Dass in Ettal die Vermittlung christlicher Werte und die Erfahrung von Gemeinschaft einen hohen Stellenwert hat, kam in den Abschiedsworten bei der Zeugnisübergabe in der Rosner-Aula immer wieder zum Ausdruck. „Wir wurden eine Gemeinschaft, die zusammengewachsen ist, auch wenn es am Anfang schwierig war“, sagte der Internats-Schüler Pascal Schmid. „Unsere Hoffnungen haben sich erfüllt“, drückte Dr. Joachim Buchardt im Namen der Eltern seine Gefühle aus: „Ihr habt gelernt, mit verschiedenen Charakteren umzugehen, Fähigkeiten und Talente zu entdecken.“

Rund 10 000 Unterrichtsstunden, 180 Schulaufgaben und 400 Stegreifaufgaben, unzählige Referate und Präsentationen liegen nun hinter den Abiturienten. Ein Viertel des Jahrgangs hat einen Schnitt zwischen 1,0 und 2,0 erreicht. 39 von 40 Schülern gehen mit dem Abitur in der Tasche nach Hause. „Die Welt steht Euch offen, liegt Euch aber nicht unbedingt zu Füßen“, prophezeite der Schulleiter, der sein Amt künftig im Team gemeinsam mit Pater Emmeram Walter und Roland Jurgeleit ausüben wird.

Bei der Entlassfeier zeigte die Big Band mit einigen nahezu perfekt gespielten Jazz-Klassikern, welch’ hohen Stellenwert die musischen Fächer am Ettaler Gymnasium haben. Neben den Aktivitäten in Big Band, Chor, Streichorchester, Bläsergruppe u.a. erfreut sich die Theatergruppe des Gymnasiums großer Beliebtheit. Besonders eine Schülerin entdeckte ihre Begeisterung für die Bühne: Maria Völker erhielt für ihr vielfältiges Engagement um das Schultheater den Pater-Stephan-Schaller-Preis erhalten. Für besonderes soziales Engagement wird in Ettal der Abt-Placidus-Preis verliehen. Dennis Fremuth brachte die Schülerzeitung Focus wieder auf Vordermann.

Namen der Abiturienten

Korbinian Achmüller, Julius Adam, Sören Albrecht, Alexandra Berthal, Max Boger, Florian Buchardt, Elias Cosa, Stefanie Daisenberger, Anna Dersch, Anna Drexler, Marcel Ettengruber, Johanna Fenzl, Roman Fischer, Dennis Fremuth, David Fürsich, Jonas Götz, Kilian Greinwald, Veronika Gruber, Noah Hartwig, Lorenz Hausmann, Marc Hocher, Clara Knoll, Anne Leerhoff, Theresa Lindauer, Till Mangold, Constantin Mann, Laurentius du Menil, Tobias Pfeiffer, Johannes Schlögel, Eva Schmalofski, Pascal Schmid, Tobias Schwaninger, Tamara Stade, Lisa Timpf, Mariah Völker, Simon Weber, Simon Wendel, Felix Zopf, Sebastian Zwerger.

Juliane Klieser

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