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Winter-Idylle pur: Tief verschneit liegt die Brunnenkopfhütte inmitten der Bergwelt der Ammergauer. Sie ist derzeit neu zu verpachten.

Bewerbungsfrist ist zum Jahresende abgelaufen: „Rund 20 Interessierte“

Alpenverein sucht Hüttenwirt für Brunnenkopf

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Einen Arbeitsplatz in 1602 Metern Höhe hat der Alpenverein in den Ammergauer Alpen zu vergeben.

Graswang – Die Kommentare auf der Facebook-Seite sprechen für sich: „Wir werden Euch vermissen“, „Danke für die vielen schönen Momente“, „Es war immer gemütlich bei Euch“ oder „Schod, dass Ihr aufheart’s.“ Elf Jahre lang war die Brunnenkopfhütte auf 1602 Metern Höhe im Ammergebirge das Wohnzimmer von Irmi und Norbert Misniks aus Graswang. Im vergangenen November beendeten die überaus beliebten Hüttenwirte ein Kapitel, „mit dem sie sich einen Lebenstraum erfüllt haben“. Mit einem „Es war a scheene Zeit“ verabschiedeten sich die beiden Einheimischen, die mit einem besonderen Gespür für Menschen und Berge ihre Aufgabe mit großer Leidenschaft, aus Passion gemeistert haben.

Der Ausstieg machte nun ein Handeln der Sektion Bergland im Alpenverein, Pächter der Brunnenkopfhütte, die dem Forst gehört, notwendig. Recht zügig, Mitte November, erfolgte die Ausschreibung für die Stelle eines Hüttenwirts. Darin hieß es unter anderem, dass durch die engagierte Bewirtschaftung des Vorpächters die Anzahl der Tages- wie auch der Übernachtungsgäste deutlich angestiegen (2300 Übernachtungen in 2018) und die Hütte in den vergangenen Jahren beständig saniert worden sei – sprich es keinen Renovierungsstau gebe.

Am 31. Dezember endete die Bewerbungsfrist. Gesucht wird, so der Ausschreibungstext, „ein gastronomisch erfahrener Hüttenwirt (m/w) – idealerweise ein Paar – der/die die Brunnenkopfhütte in Zusammenarbeit mit der Sektion Bergland möglichst langfristig bewirtschaften möchte(n)“. Nach Aussage des 2. Sektionsvorsitzenden Alex Huber, der momentan die Geschäfte führt, seien „an die 20 Bewerbungen“ für die Neuverpachtung eingegangen. Das weitere Prozedere sieht nun so aus, dass ein Gremium der Sektion die Profile der Kandidaten sichtet und dann eine engere Auswahl trifft, aus der man schließlich den – oder die – Nachfolger/-in auswählt. Das erklärte Ziel ist es laut Huber, „die Brunnenkopfhütte wie gewohnt ab dem 1. Mai zu eröffnen“. Ob sich dies umsetzen lässt, müsse man sehen.

Bei der Auswahl der neuen Pächter wäre es aus Sicht des Alpenvereins wünschenswert, wenn wieder wie das Ehepaar Misniks ein(e) geeignete(r) Hüttenwirt/-in aus der Region das Rennen machen würde. „Es wird aber schon was verlangt“, betont Huber. Was auch aus der Stellenausschreibung hervorging: Gesucht wird . . . „ein Pächter mit fundierten gastronomischen Fähigkeiten und Kenntnissen“, „mit Gastfreundschaft und Freude am Umgang mit Menschen“, „unternehmerischer Einstellung“, „technischem Verständnis“, eventueller „Erfahrung im Betrieb einer Berghütte“ und „Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Alpenvereins“. Als weitere Kriterien wünscht man sich, dass der/die Auserwählte „durchsetzungsfähig, kommunikationsstark und belastbar“ ist.

Gegenüber Misniks erklärten die Verantwortlichen der Sektion, dass man mit ihm Kontakt aufnehmen wolle, sobald sich ein möglicher Nachfolger herauskristallisiere. Bisher hat der 55-Jährige „noch nichts gehört“. Zu einem Treffen mit den neuen Hüttenwirten wird es ohnehin kommen: „Ich hab no einige Sachen von mir drobn.“ So ganz losgelassen hat der Graswanger also noch nicht . . .

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