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Josef Trissl (rechts) und Daniel Philibert werden vermisst.

Groß angelegte Suchaktionen erfolglos

In den Ammergauer Alpen: Drei Männer werden seit Monaten vermisst - Das sagt die Polizei

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Josef Trissl, Daniel Philibert und Stefan Baumann: Die Namen von drei Männern, die derzeit im Raum Oberammergau vermisst werden. Obwohl nach ihnen fieberhaft gesucht wurde, fehlt bisher jede Spur.

Update, 24. September:

Einer der drei Vermissten, der 48-Jährige aus Weilheim, wurde jetzt tot aufgefunden.

Update, Dienstag, 14. August:

Seit dem Frühjahr werden im Raum Oberammergau drei Männer vermisst. Es handelt sich um Josef Trissl (82) aus Oberammergau, der an starker Demenz erkrankt ist und seit Februar verschwunden ist, um einen 48-Jährigen aus Weilheim, der im Mai in den Ammergauer Alpen wandern ging und seither vermisst wird und Daniel Philibert (33) aus dem Landkreis Altötting. Letzterer ist Autist, sein Auto wurde auf einem Parkplatz im Graswangtal entdeckt. Von dem jungen Mann fehlt jede Spur.

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Auf Nachfrage teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit, dass alle Suchmaßnahmen bei den drei Vermissten ergebnislos waren. Sie wurden eingestellt. In den ersten beiden Fällen ermittelt weiter die Kripo Garmisch-Partenkirchen, im Fall Philibert ist die Kripo Mühldorf zuständig. Alle drei Fälle seien nach wie vor offen. „Die Erfolgsaussichten sind aber nicht sehr gut“, so ein Polizeisprecher. Das sei den Angehörigen auch mitgeteilt worden. „Es ist leider zu vermuten, dass den Männern etwas zugestoßen ist.“ 

Ursprünglicher Artikel vom 22. Mai:

Oberammergau/Ettal – Diese Ungewissheit, das belastende Warten und die stete Angst vor einer schlimmen Nachricht: Eine schwere Zeit durchleben derzeit die Angehörigen von drei Männern, die im Ammertal vermisst werden. Josef Trissl, Daniel Philibert und seit dem Wochenende Stefan Baumann – drei Vermisstenfälle und keine Spur, kein Hoffnungsschimmer. Obwohl die Einsatzkräfte jedes Mal personell wie zeitmäßig ein großes Pensum bei den jeweiligen Suchaktionen bewältigten, stellte sich keine Erfolgsnachricht ein. Dazu André Heinrich, kommissarischer Dienststellenleiter der Polizeistation Oberammergau: „Es ist natürlich betrüblich, dass bisher alle Anstrengungen, die wir unternommen haben, nichts gebracht haben und ohne Wirkung geblieben sind.“

  • Am längsten abgängig ist Josef Trissl aus Oberammergau: Der 82-Jährige, der unter starker Demenz leidet, verließ am 4. Februar seine Wohnung und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Bei seinem Verschwinden trug Trissl eine blaue Jeans, ein kariertes Hemd, eine braune Strickweste und eine schwarze Jacke. In der Vergangenheit hatte Trissl immer wieder „Ausflüge“ in die nähere Umgebung unternommen.
  • Am 30. April war der 33-jährige Daniel Philibertvon zuhause in Winhöring im Landkreis Altötting mit seinem Auto, einem blauen Skoda Fabia, losgefahren, wo er mit seinen Eltern wohnt. Das Auto des Mannes, der von Geburt an Autist ist und Hilfe braucht, entdeckten Polizeibeamte am 4. Mai am Schattenwald-Parkplatz bei Graswang. Bekleidet war Daniel, als er von daheim losfuhr, mit einem weißen T-Shirt und einer schwarzen Jogginghose. Dabei hatte er einen Rucksack mit Geldbeutel, Bankkarte und Handy.

Neue Suche, wenn der Schnee geschmolzen ist

  • Eine Bergtour wollte offenbar am vergangenen Freitag ein 48-Jähriger in den Ammergauer Alpen unternehmen und verließ deshalb seine Wohnung schon in aller Früh. Wohin der verheiratete Weilheimer wollte, ist nicht bekannt. Sein Handy ist ausgeschaltet. Das Auto hat er am Parkplatz Fürstenweg an der S 2060 zwischen Graswang und Linderhof abgestellt, wo es bei der groß angelegten Suchaktion auch verlassen aufgefunden worden war. Die Suche nach dem 48-Jährigen ist gestern mit drei Polizei-Bergführern und einem Hubschrauber fortgesetzt worden. Am späten Sonntagabend hatte sich noch ein Anrufer bei der Polizei gemeldet und von einem Gespräch mit ihm vor einigen Wochen berichtet, wo dieser sein Interesse signalisiert hatte, einmal eine Tour auf die Friederspitze unternehmen zu wollen. Eine Absuche gestern brachte jedoch kein Ergebnis. Sollten sich in den nächsten Tagen keine neuen Hinweise ergeben, wird die Suche nach dem Weilheimer, wie schon in den beiden ersten Fällen, eingestellt.

Polizeichef André Heinrich kündigt jedoch an, dass man wahrscheinlich im Juni oder Juli, wenn auf den Bergen der Schnee komplett verschwunden ist, noch einmal eine groß angelegte Suchaktion mit Bergwacht, Hunden und Hubschrauber starten werde. Zum derzeitigen Stand im Vermisstenfall Baumann meinte Heinrich gestern: „Wir können hier einen Unglücksfall leider nicht mehr ausschließen.“

Aktuell wird auch ein Landshuter vermisst. Der junge Mann irrt vermutlich durch den Raum München, berichtet Merkur.de.

Umso bemerkenswerter ist die Geschichte von Maria H. fünf Jahre lang wurde die Freiburgerin vermisst. Nun ist sie wieder aufgetaucht. 

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