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Machen sich für den Wald stark: Markus Hildebrandt (Staatsforsten), Stephanie Berger (Vhs), Anton Burkhart, Dr. Linda Brüggemann und Volker Bräu (Haus der Bayerischen Geschichte) sowie Dr. Stephan Gampe.

Eine Persönlichkeit für den Wald

Bayerische Landesausstellung in Ettal: Das ist bei den Wald-Exkursionen geboten

Der Oberammergauer Förster Anton Burkhart koordiniert das Exkursionsprogramm zum Themenkomplex Forstwirtschaft. Im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung bietet er ein vielfä

Landkreis – Die Aufgabenbereiche der Forstwirtschaft sind komplex und breit gefächert. Um den Besuchern der Bayerischen Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ in Ettal, die am MIttwoch eröffnet wird, dieses weite Feld näher zu bringen, gibt es ein umfassendes Exkursionsprogramm. 58 Führungen zu 16 Themenbereichen informieren über verschiedene Aspekte und Zusammenhänge in der Forstwirtschaft.

Zur Koordination stellte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weilheim den Förster Anton Burkhart ein. Der Vorstand der Privatwaldgemeinschaft Oberammergau ist mit rund 30 Jahren Berufserfahrung für diese Aufgabe äußerst qualifiziert. „Er hat nicht nur ein breit gefächertes Wissen und kennt den Wald, seine Historie und die Nutzungsgeschichte der Privatwaldgemeinschaft, sondern ist darüber hinaus eine Persönlichkeit“, betont Dr. Stephan Gampe vom AELF. Er ist froh, dass Burkhart sich auf die Ausschreibung hin gemeldet hat. „Ich bin stolz darauf, dass ich das machen darf“, betont der Oberammergauer. Den Menschen die eigene Heimat zu zeigen, ist ihm ein Anliegen. Den zeitlichen und administrativen Aufwand, den er dadurch hat, nimmt er gerne in Kauf.

Und es gibt viel zu tun: Einige Führungen, vor allem in den Privatforsten, leitet er selbst. Für andere erstellt er die Einsatzpläne, so dass alle Teilbereiche von Spezialisten abgedeckt sind. Burkhart steht dabei immer als Berater und Koordinator zur Seite. Die Exkursionen finden vorrangig an Nachmittagen und Wochenenden statt.

Zusätzlich wartet auf Burkhart noch eine weitere große Aufgabe: Im Angebot ist zusätzlich an den Vormittagen ein museumspädagogisches Programm für Schulgruppen. Diese besuchen zuerst die Landesausstellung. Im Themenbereich „Wald“ werden sie von Burkhart und zwei Führerinnen vom Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg begleitet, um den Pflanzen- oder den Bergwalderlebnispfad zu begehen. Auch hierfür ist der Förster unabkömmlich, denn der Wald rund um das Kloster liegt in seinem Zuständigkeitsbereich. „Die Anfrage ist jetzt schon sehr groß“, berichtet Burkhart. Im Vorfeld haben sich über 50 Schulklassen angemeldet.

Die vielfältigen Exkursionen finden im Privat- und Staatswald statt – zumeist in Oberammergau und Ettal. Rund um Garmisch-Partenkirchen kann man drei Naturwaldreservate durchwandern, in Oberau werden Natura-2000-Fragen beantwortet, und an der Halbammer dreht sich alles um die Tanne. In Grafenaschau geht’s entlang des neuen Glashüttenwegs um Wald, Holz und Glas. Die genauen Termine gibt’s bei der Volkshochschule Garmisch-Partenkirchen und im Rahmenprogramm der Landesausstellung.

Beate Berger

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