+
Bester Werbeplatz: Das Großplakat an der B23 und der B2 in Oberau weist ab sofort auf die Landesausstellung hin. 

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Bayerische Landesausstellung: Die heiße Phase beginnt

Im Kloster Ettal sind Arbeiten in vollem Gange, die Werbemaschine ist angelaufen, der Terminkalender wird verfeinert und 120 Einheimische setzen sich intensiv mit der Geschichte Bayerns auseinander: Die Landesausstellung rückt näher.

Ettal – Nächste Woche wird Dr. Markus Söder der nächste Ministerpräsident in Bayern. Seinen Doktortitel hat sich der CSU-Politiker bereits im Jahr 1998 verdient – mit der Promotion „Von altdeutschen Rechtstraditionen zu einem modernen Gemeindeedikt.“ Genau um dieses Thema geht es auch bei einem Festakt am 17. Mai in Krün. Entsprechend stolz ist Dr. Nikolaus Faulstroh, der das Rahmenprogramm des Landkreises zur Bayerischen Landesausstellung organisiert, dass er Söder als Festredner gewinnen konnte. Bei Faulstroh im Landratsamt, aber auch bei Projekt-Leiterin Dr. Margot Hamm vom Haus der Bayerischen Geschichte ist in diesen Wochen sehr viel los. „Wir müssen fertig werden“, bringt es die Chefin der Schau zum Thema „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ auf den Punkt. Schließlich will sie am 2. Mai mit über 1000 Gästen im Kloster Ettal groß die Eröffnung feiern.

Seit einigen Wochen läuft in einem zuvor leer geräumten und sanierten Kloster-Flügel schon der Aufbau der Stellwände und Vorrichtungen. Am Montag dieser Woche, gleich nachdem der Frost vorüber war, hat im Garten ein Bagger seine Arbeit aufgenommen. Das Fundament Holzpavillon – einem Herzstück der Ausstellung, in dem König Ludwigs Bau-Träume im Graswangtal in 3D Realität werden – entsteht.

Am selben Tag wurde die Landesausstellung aber auch in Oberau sichtbarer: Ab sofort wird dafür auf dem riesigen Plakat an der B23 und B2 geworben. Auf kleineren Tafeln ist das „Mythos Bayern“-Logo schon an vielen Orten im Landkreis zu sehen. Auch ein Bus des RVO ist damit bedruckt und präsentiert es. Rundum-Werbung, die Sinn macht. Schließlich sind über das Rahmenprogramm alle Orte zwischen Staffelsee und Karwendel in die Landesausstellung eingebunden. Sei es mit einem Waldsymposium in Garmisch-Partenkirchen, einem Konzert mit der ECHO-Preisträgerin Dorothee Oberlinger in Ohlstadt oder einer Gedenkfeier zum Todestag von Franz Josef Strauss in Mittenwald.

Die Landkreis-Orte stehen ein halbes Jahr lang mit Ettal in Verbindung. Dort gibt es das Meiste zu entdecken. Zum einen im Ausstellungsflügel und im Holzpavillon, aber auch in einem historischen Kräutergarten auf dem Klostergelände und auf einem Themenweg im Graswangtal. Letzteres beides wird wahrscheinlich nicht gleich Anfang Mai mit-eröffnet werden können – wegen des langen, strengen Winters.

Durch die Räume selbst können Besucher selbstständig gehen oder an den regelmäßigen Führungen teilnehmen. Unterstützt wird das Haus der Bayerischen Geschichte dabei von Einheimischen. Der Aufruf ist schon erfolgt – mit positiver Resonanz für die Organisatoren. „Es gab 120 Bewerber – viele aus der Region.“ Sie wurden bereits zu einem Informationstag eingeladen und haben nun die Aufgabe, sich auf das Großereignis vorzubereiten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tödlicher Absturz an der Alpspitze: Für Urlauber (68) kommt jede Hilfe zu spät
Gut 100 Meter ist ein Urlauber am Freitag vom Ostgrat der Alpspitze in die Tiefe gestürzt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen.
Tödlicher Absturz an der Alpspitze: Für Urlauber (68) kommt jede Hilfe zu spät
Ehefrau schlägt Alarm: Schwimmer am Staffelsee wird vermisst
Eine Vermisstensuche am Staffelsee hält derzeit Rettungskräfte in Atem. Von einem älteren Urlauber fehlt jede Spur.
Ehefrau schlägt Alarm: Schwimmer am Staffelsee wird vermisst
Aktiv gegen das Bienensterben: Gemeinden bekommen Belohnung
Den Artenverlust stoppen, Bienen retten - eine wichtige Aufgabe. Engagieren sich Gemeinden, werden sie mit Preisgeld und Titel vom Bezirk Oberbayern belohnt. 
Aktiv gegen das Bienensterben: Gemeinden bekommen Belohnung
Aus dem Glentleiten-Depot ins Gelände
Bislang ist das nördliche Oberbayern zwischen Ingolstadt, Freising und Dachau mit historischen Gebäuden im Freilichtmuseum Glentleiten nicht präsent. Das soll sich in …
Aus dem Glentleiten-Depot ins Gelände

Kommentare