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Begehrte Souvenirs: die neuen Null-Euro-Scheine. 

5000 Exemplare, kein Nachdruck

Begehrtes Sammlerstück: Neue Null-Euro-Scheine auf dem Markt 

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Runde zwei: Seit Mitte August gibt es die neuen Null-Euro-Scheine. Diesmal ist nicht das Pilatushaus in Oberammergau darauf abgebildet, sondern eine andere Sehenswürdigkeit im Ammertal.

Oberammergau/Ettal – So schnell konnte das Team der Ammergauer Alpen GmbH gar nicht schauen, da hatten Interessenten die ersten rund 600 Stück schon im Internet bestellt. Zu einem Zeitpunkt, als die Lieferung noch nicht einmal bei dem Tourismus-Verbund eingetroffen war. Über den Lizenznehmer bekamen die Sammler Wind von dem „witzigen Souvenir“, wie es die stellvertretende Geschäftsführerin Nicole Richter bezeichnet. Sofort schlugen sie zu. Schließlich gibt es nur 5000 Exemplare.

Nach dem Erfolg des Null-Euro-Scheins mit dem Oberammergauer Pilatushaus ist seit Mitte August die zweite limitierte Auflage auf dem Markt. Wie schon beim Vorgänger wurde das Design nach der Vorlage des Oberammergauer Fotografen Eberhard Starosczik erarbeitet. Das Motiv diesmal: das Benediktinerkloster Ettal, das mitten im Naturpark Ammergauer Alpen liegt. Vor den schroff aus dem Bergwald hervorragenden Felsen der Alpen erhebt sich auf dem pinkfarbenen Schein die majestätische Kuppel der Basilika. Auch die Klosteranlage, die im 18. Jahrhundert entstanden und im 20. Jahrhundert erneuert wurde, ist vorne abgebildet. Auf der Rückseite sind typische Wahrzeichen wie das Kolosseum in Rom, der Eiffelturm in Paris oder das Brandenburger Tor in Berlin zu finden.

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Großer Wert für Sammler, „Gaudi-Kauf“ für Touristen

Von den ersten Banknoten gibt es nur noch einen Restbestand. Eine solch große Nachfrage hatten Richter und Co. gar nicht erwartet. „Das war cool“, sagt sie. Davon erfuhr auch Christian Loth, einst Geschäftsführer der Ammergauer Alpen und jetziger Leiter Projektmanagement und Kommunikation im Kloster. Er brachte die Benediktiner-Abtei ins Spiel. Bei einer zweiten Auflage würde sich das Kloster gerne anschließen. Gesagt, getan. Die Koproduktion war eingetütet, das Motiv stand fest.

Die ursprüngliche Idee des Souvenir-Scheins stammt aus Frankreich. Richard Faille wollte ein Sammlerstück für den europäischen Kultur- und Kunstbereich entwickeln, das durch Qualität und Originalität überzeugt. Vor allem bei Numismatikern, Menschen die sich insbesondere mit Münzen beschäftigen, sowie bei der Freizeitindustrie erfreuen sich die bisherigen Auflagen großer Beliebtheit. Aufgrund des starken Interesses wurden 2016 die Banknoten, die nicht als Zahlungsmittel verwendet werden können, auch in Deutschland eingeführt.

Richter kann nachvollziehen, warum die Null-Euro-Scheine, die in einer französischen Banknotendruckerei produziert werden, so gut ankommen. „Die Souvenirs sind einfach zum Mitnehmen und nicht teuer“, sagt die Vize-Geschäftsführerin. Während sie für Sammler einen großen Wert besitzen, seien sie bei Touristen am Schalter aber mehr ein „Gaudi-Kauf“. 3,50 Euro kostet ein Schein – „das geht gut“.

Eine Idee für die dritte Auflage existiert schon: die Passionsspiele. „Das wird aber ein bisschen schwieriger“, sagt Richter. Das Merchandising ist speziell geregelt. Fest steht aber: „Wir planen auf jeden Fall weiter.“

Die Scheine

sind in den Tourist-Infos Oberammergau, Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien, im Klosterladen Ettal sowie im Versand online unter www.ammergauer-alpen.shop erhältlich. In geringen Stückzahlen können sie auch unter www.muenzenshop.eu geordert werden.

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