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Der Wagen wurde bei dem schweren Unfall am Ettaler Berg komplett zerstört.

Mit so einem Unglück hatte die Feuerwehr nicht gerechnet

Auto prallt gegen Baum und wird in zwei Teile gerissen: Jugendlicher stirbt vor Ort

Zu einem tödlichen Verkehrsunfall ist es am Ettaler Berg gekommen. Ein mit drei Männern besetzter Wagen war von der Fahrbahn abgekommen.

Update vom 17. März um 18.49 Uhr: Oberau – Völlig verformt lag das Auto auf dem Dach. Das Heck fehlte. Es wurde abgetrennt, glich nur mehr einem Blechwürfel. „Heftig“, sagt Florian Schindlbeck, Kommandant der Oberauer Feuerwehr, über den Anblick, der sich ihm am Ettaler Berg geboten hatte. Er und seine Kameraden waren die ersten Einsatzkräfte, die in der Nacht auf Samstag am Unfallort eintrafen. Dass sich dort ein tragisches Unglück zugetragen hatte, damit rechneten sie nicht. Die Alarmierung deutete auf einen Standardverkehrsunfall hin, sagt Schindlbeck. Kurze Zeit später herrschte traurige Gewissheit: Ein 16-jähriger Mitfahrer verlor in dieser Nacht sein Leben.

Ersten Erkenntnissen der Polizei Garmisch-Partenkirchen zufolge war dieser mit zwei weiteren jungen Männern – alle aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen – gegen 2 Uhr in Richtung Oberau unterwegs gewesen. In einer Linkskurve kam der Audi von der Fahrbahn ab, durchbrach das Dickicht der Böschung und krachte an einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen in zwei Teile gerissen.

Einer der drei jungen Männer kämpft sich zur Straße zurück

Einen der drei Insassen traf die Feuerwehr später an der Straße an. Mit Schock und stark blutend, berichtet Schindlbeck. Er hat sich verletzt den Abhang hochgekämpft und offenbar den Notruf abgesetzt. „Es war kein anderer Pkw da.“ Ohne den Alarm, verdeutlicht der Kommandant, hätte man das Auto nicht gesehen. Es sei ausgerechnet in der 90-Grad-Kurve nach dem Parkplatz von der Straße abgekommen, in der es auf fünf Metern keine Leitplanke gibt.

Die Retter versuchten noch, den 16-Jährigen zu reanimieren. Allerdings vergeblich. Er erlag am Unfallort seinen Verletzungen. Die Bergwacht Oberau kümmerte sich darum, den Toten vom Wald zur Fahrbahn zu tragen. Die beiden Überlebende wurden ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht.

Unfallhergang noch unklar

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, wird derzeit von der Polizei ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben. Deshalb durfte das Wrack nicht mit Seilwinden geborgen werden. Um keine Spuren zu verwischen, erklärt Peter Gröbl, Kommandant der Garmischer Wehr. Diese rückte mit zwölf Kräften und einem Kran in den Morgenstunden an, und hievte gegen 7.30 Uhr den Audi aus etwa 20 Metern Tiefe auf den Abschleppwagen an der B23. Rund eine Stunde dauerte das Prozedere. In dieser Zeit war die Straße komplett für den Verkehr gesperrt.

Schindlbeck zeigt sich ergriffen. „Es ist immer schlimm, wenn jemand stirbt“, sagt er. Gerade, wenn’s ein so junger Mensch sei. Für den Kommandanten grenzt es angesichts des zerstörten Audis fast an ein Wunder, dass zwei der drei Männer überlebten. „Das ist der Wahnsinn.“


Die Erstmeldung:

Ettal - Am Samstagmorgen kam es am Ettaler Berg gegen 02.00 Uhr zu einem tragischen Verkehrsunfall. Nach ersten Erkenntnissen kam ein Pkw-Audi, besetzt mit drei jungen Männer, welche allesamt aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen stammen, in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. 

Ettaler Berg/Bayern: Audi kommt in Kurve von Fahrbahn ab und prallt gegen Baum: Mann stirbt

Der Pkw fuhr anschließend durchs angrenzende Dickicht der Böschung und prallte hierbei gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw in zwei Teile gerissen. Ein 16-jähriger Mitfahrer erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. 

Ettaler Berg/Bayern: Bilder zum Horror-Unfall mit Audi

Tödlicher Unfall am Ettaler Berg: Heftiger Aufprall zerstört Wagen

Aufgrund der Bergungsarbeiten war die B23 bis in die Morgenstunden teilweise komplett gesperrt. Bezüglich der Unfallursache wird derzeit durch die PI Garmisch-Partenkirchen ermittelt. Diesbezüglich wurde durch die Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben.  

mm/tz

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