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Realität: Auf der Zufahrtsstraße zur Blauen Gams wäre eigentlich genügend Platz. Doch an manchen Tagen schaffen es die Autofahrer nicht, innerhalb der Markierungen zu parken. 

Knatsch wegen Feuerwehr-Zufahrt in Ettal  

Hotel Blaue Gams: Wenn‘s brennt, wird‘s eng

Laut Ettals Bürgermeister muss sofort gehandelt werden. Gemeint sind die Missstände bei der Feuerwehr-Zufahrt zum Hotel Blaue Gams.

Ettal – Die Worte von Ettals Bürgermeister Josef Pössinger waren eindringlich: Er hat die Verantwortlichen vom Hotel Blaue Gams aufgefordert, „sofort“ bei der Feuerwehrzufahrt zu handeln. Weil die Zustände auf der Privatstraße, die zu dem Übernachtungsbetrieb führt, nicht immer korrekt sind. Schaffen es Autofahrer nicht, innerhalb der Markierung zu parken, wird die Straße zu eng für ein Feuerwehr-Fahrzeug. Deshalb fordert die Gemeinde entsprechende Haltverbotsbereiche. Umgesetzt wurden diese Vorgaben bislang aber nicht.

Nicht etwa, weil man nicht will, erklärte Otto Kastenhuber, der die Geschäfte für die Hotel-Eigentümer Sergej und Tatiana Bedelev aus Russland führt. Sondern weil die Umsetzung ein bisschen Zeit brauche. „Ich bin dabei, alles zu besorgen“, sagt Kastenhuber mit Blick auf Verbotsschilder und entsprechende Farbe. Mit ihr sollen die Markierungen deutlicher werden. „Wir wollen da keine Probleme haben“, betont er.

Falsch gemacht haben die Verantwortlichen an der Straße nichts: Ihre Abmessungen ergeben abzüglich der Stellflächen eine Fahrbahn-Breite von 3,50 Meter. So viel ist notwendig, damit ein Löschfahrzeug durchfahren kann. Problematisch wird es nur, wenn die Menschen vogelwild parken. Deshalb sind, wie Pössinger im Gemeinderat erklärte, auch Verbotsschilder am oberen Parkplatz notwendig. Damit ein Feuerwehr-Fahrzeug um die Kurve kommt. „Das muss sofort gemacht werden“, hatte der Bürgermeister in der Sitzung gefordert. Die ist aber nun auch schon wieder fast einen Monat her.

Undenkbar, was passieren könnte, wenn es in der Blauen Gams brennt – und Rettungsfahrzeuge die Zufahrt nicht möglich ist. Trotzdem sind der Gemeinde die Hände gebunden. „Wir können nicht etwa das Hotel sperren.“ Weil es sich bei den Flächen eben um Privatgrund handelt. Deshalb appellierte das Gemeinde-Oberhaupt erneut an die Betreiber.

Die müssen ohnehin bald ein Brandschutz-Gutachten beim Landratsamt vorlegen: Wie berichtet, soll die Blaue Gams modernisiert werden. Vorgesehen ist, den alten, linken Bereich abzureißen und durch einen Neubau – versehen mit einer futuristisch anmutenden Holzhaube – zu ersetzen. Geht es nach Kastenhuber, könnten die ersten Arbeiten noch in diesem Herbst beginnen. Doch dafür braucht es grünes Licht für die Baupläne aus dem Landratsamt. 

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